Fussball

600 Euro: Hohe Strafe für einen Vater

07.03.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Fußball

Nicht nur bei den Aktiven muss das Sportgericht immer wieder tätig werden und Auswüchse von Spielern, Trainern, Betreuern und Zuschauern ahnden. Auch in den unteren Nachwuchsbereichen gibt es immer wieder Vorkommnisse, die die Sportrichter beschäftigen. Beim Vorrundenturnier der Hallen-Kreismeisterschaften kam es Ende November zu einem Eklat, die Verantwortlichen der TSV Oberensingen alarmierten sogar die Polizei, die den Sachverhalt auch protokollierte.

Da der TSV Ohmden für einen E-Jugend-Spieler keinen Spielerpass vorlegen konnte, durfte der Bub den Regeln entsprechend nicht mitspielen. Die Ohmdener Trainer zeigten Verständnis, der Vater des Jungen nicht. Mit allen Mitteln wollte er durchsetzen, dass sein Kind spielen darf. Als dann auch noch bei einem Spiel ein Tor gegen den TSV Ohmden gegeben wurde, das keines war, gab es für den Vater kein Halten mehr. Obwohl der Schiedsrichter das Tor auf den Hinweis der Turnierleitung sofort wieder annullierte, stürmte der Vater des E-Jugendlichen auf die Turnierleitung zu und griff den zuständigen Mann tätlich an. Ein Fausthieb verursachte eine blutende Lippe und erst, als der wild gewordene Vater auf den am Boden Liegenden eintreten wollte und zurückgehalten wurde, beruhigte sich das Geschehen. Das Sportgericht verurteilte den rabiaten Vater jetzt zu einer Geldbuße von 600 Euro plus 30 Euro Verfahrenskosten, alles unter Vereinshaftung. Außerdem hat der Mann auch noch eine zivilrechtliche Klage am Hals. uba

Fußball