Vorsorge

Etwa eine halbe Million junge Erwachsene beginnen alljährlich ihre Berufsausbildung. Wer es noch nicht getan hat, sollte jetzt auch an seine Vorsorge denken. Tipps dazu bietet www.ihre-vorsorge.de. Dort erfahren Jugendliche, welche finanziellen Weichen sie stellen sollten.
Altersvorsorge
Als Azubi ist man gesetzlich rentenversichert. Mit einer Riester-Rente kann man schon mit wenig Geld eine zusätzliche Altersvorsorge aufbauen – vorausgesetzt man schließt den richtigen Vertrag ab.
Vermögensbildung
Viele Betriebe bieten auch für Azubis sogenannte vermögenswirksame Leistungen. Bei langen Laufzeiten machen sie sich bezahlt.
Berufsausbildungsbeihilfe
Wer als Azubi nur wenig verdient und nicht bei den Eltern wohnt, kann unter Umständen von der Arbeitsagentur Berufsausbildungsbeihilfe erhalten.
Berufsunfähigkeit
Gerade für junge Leute ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung eine wichtige Ergänzung zur gesetzlichen Erwerbsminderungsrente. Was man in Sachen Riester-Rente machen kann und wo man Hilfe bekommt, zeigt das Portal in einem Video. Darin lässt sich Berufseinsteigerin Leonie über Vor - und Nachteile der zusätzlichen Altersvorsorge informieren – neutral und kostenlos bei der Deutschen Rentenversicherung. Das Altersvorsorgeportal ist eine Initiative der Regionalträger der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See.

Auf die Beitragsbremse treten
Wenn das Geld knapp wird, rücken teure Versicherungen in den Fokus. Der Grund: Regelmäßige Beiträge belasten die Haushaltskasse. Das Altersvorsorgeportal www.ihre-vorsorge.de zeigt, wie man sparen kann, ohne den Versicherungsschutz komplett aufzugeben. Hauskauf, Arbeitslosigkeit, Krankheit – es gibt viele Gründe, warum Verbraucher bei den Ausgaben sparen müssen. Versicherungen fallen auf der Ausgabenseite oft schwer ins Gewicht. Sie einfach zu kündigen, wäre aber oft falsch, weil der Versicherungsschutz verloren geht. Es gibt Alternativen.
Leistungen drosseln
Wenn Kunden zum Beispiel die vereinbarte Rente reduzieren, verringern sich auch die monatlichen Beiträge.
Dynamik ändern
Die regelmäßige Anpassung der Leistungen kostet Geld. Wer aussetzt, kann sparen.
Kombinationen streichen
Kombinierte Versicherungen – etwa aus privater Berufsunfähigkeits- und Kapitallebensversicherung – sind oft unflexibel. Gelingt es eine aufzuheben, kann man Beiträge sparen.
Beitragsfreistellung
Damit verschafft man sich eine Zahlpause. Die Kehrseite sind geringere Leistungen im Versicherungsfall.
Beleihen
Wenn das alles nicht reicht, kann man seine Versicherung auch beleihen oder sogar verkaufen.
(aus: www.ihre-vorsorge.de)
Hausratversicherung nicht zu niedrig ansetzen
Wer keine Hausratversicherung hat, gehört in Deutschland zur Minderheit. Eine  repräsentative Umfrage der tns Emnid mit über 1000 Personen in Deutschland im Auftrag der Gagfah Group, Deutschlands größtem börsennotierten Wohnungsunternehmen, ergab, dass über drei Viertel der Bundesbürger eine Hausratversicherung haben. Im Bundesdurchschnitt haben 76 Prozent der Bürger eine Hausratversicherung, 20 Prozent haben keine und nur vier Prozent haben diesbezüglich keine Angabe gemacht oder wussten es nicht.
Baden-Württemberg Schlusslicht
Im Bundesländervergleich sind die wenigsten Hausrate in Baden-Württemberg versichert, dort haben 32 Prozent der Befragten keine und nur 63 Prozent eine Hausratversicherung. Regionale Spitzenreiter sind im Gegensatz dazu Sachsen und Thüringen, wo 83 Prozent der Befragten eine Hausratversicherung besitzen. Die Altersgruppen 40 bis 49 und 60+ sowie Haushalte mit zwei Personen verzeichnen die höchsten Quoten: Hier sind es jeweils 89 Prozent, die eine Hausratversicherung besitzen und nur elf Prozent, die keine haben. Gänzlich unterrepräsentiert sind Hausratversicherungen in Drei-Personen-Haushalten, bei Schülern, Abiturienten und Studenten.
Von Brand bis Einbruch
Die Hausratversicherung schützt gegen die Beschädigung des Hausrates bei Brand, Blitzschlag, Leitungswasser, Im- und Explosion, Sturm oder Hagel. Außerdem greift sie bei Raub und Einbruchdiebstahl. In diesem Fall erstattet die Versicherung die Kosten für die Wiederbeschaffung der entwendeten Gegenstände. In manchen Fällen bieten Versicherungen gegen einen Aufpreis an, auch den Diebstahl von Fahrrädern mitzuversichern. Erfahrungsgemäß setzen viele Bundesbürger den Wert ihrer Hausratversicherung zu niedrig an,  sodass im Schadensfall trotz Versicherung nicht alle Kosten erstattet werden. Deshalb ist es äußerst wichtig, sowohl für Neu- als auch für Bestandskunden,  die Versicherungssumme auf Richtigkeit zu prüfen. Dies kann man mit Hilfe einer Wertermittlungsliste bei diversen Anbietern im Internet meist kostenfrei tun. Zudem sollte man wissen, dass die Hausratversicherung zwar gegen Schäden durch Blitzschlag und Brand versichert, meist aber nicht gegen Überspannungsschäden, die oft infolge von Gewittern an elektrischen Geräten entstehen.

Willkommene Zusatzrente
Das andauernde Zinstief lässt die Erträge vieler Vorsorgeprodukte schmelzen. Immer mehr Deutsche setzen daher bei der Altersvorsorge auf Mieteinnahmen. 48 Prozent der Immobilienbesitzer halten ihre Altersvorsorge für ausreichend, hat eine Postbank-Studie ergeben. Unter den Mietern setzen nur 28 Prozent auf finanzielle Sicherheit im Ruhestand. Die Gründe für das Vertrauen der Eigentümer liegen nahe: Sie sparen die Miete, manche profitieren sogar von eigenen Mieteinnahmen.
Vorsorgeplus
Vor allem 50- bis 65-Jährigen verspricht eine Vermietung eine zusätzliche Rente. Viele verfügen über das notwendige Kapital: So besitzt die Gruppe der 56- bis 65-Jährigen laut Sachverständigenrat mit durchschnittlich 145 000 Euro das höchste individuelle Nettovermögen. Andere wiederum wollen die eigenen vier Wände dem neuen Lebensabschnitt anpassen. Für Hausbesitzer kann es sich daher lohnen, eine Einliegerwohnung abzuteilen oder das Dachgeschoss auszubauen. „Investitionen in ein Haus erhöhen den Wert der Immobilie“, erklärt Georg Hoogendijk von der BHW Immobilien GmbH.
Lukrative Investition
Ob sich ein Kauf oder Umbau zwecks Vermietung rechnet, kann man selbst ermitteln: Entscheidend ist die Bruttomietrendite. Die Faustformel: Nettokaltmiete pro Quadratmeter × 12 Monate × 100, geteilt durch die Anschaffungskosten pro Quadratmeter = Bruttomietrendite. „Mindestens vier Prozent sollte die Bruttorendite betragen, damit sich die Investition nach Abzug der laufenden Instandhaltungskosten rechnet“, erklärt der BHW-Experte. Eine Rendite, die sich angesichts der historisch niedrigen Bauzinsen und steigender Mieten in vielen Fällen leicht erzielen lässt.

Aktueller denn je – der Bausparvertrag
Viele Gründe sprechen dafür, sich den Traum vom eigenen Heim zu erfüllen. Gerade in Zeiten magerer Renten kann das Eigenheim auch der Altersvorsorge dienen. Denn wenn im Alter nur noch die Rente zur Verfügung steht, ist es ein großer Vorteil, wenn keine Miete bezahlt werden muss. Doch oft reicht das vorhandene Vermögen für eine derartige Investition nicht aus. In diesem Fall lässt sich mit einem Bausparkredit ein großer Teil der benötigten Summe aufbringen. Wichtig ist allerdings, dass der Bausparvertrag rechtzeitig abgeschlossen wird. Im Idealfall sollte dies bereits in jungen Jahren erfolgen, sodass schon im Zuge einer Familiengründung die eigenen vier Wände gekauft werden können. Ein Bausparkredit ist speziell für diesen Zweck konzipiert und bietet deutlich günstigere Konditionen als ein normales Darlehen. Ein Bausparvertrag ist zudem eine konservative Anlageform, die aufgrund des attraktiven Zinssatzes und der hohen Verlässlichkeit von vielen potenziellen Immobilienkäufern geschätzt wird. Wer sich seine eigenen vier Wände leisten will, sollte sich also auf jeden Fall auch mit dieser Finanzierungsmöglichkeitbefassen.

Vorsorge für Krankheit und Trauerfall
Unbequeme Themen werden im Alltag gerne beiseitegeschoben – so auch die Vorsorge für den Krankheits- oder gar den Trauerfall. Da verwundert es kaum, dass bislang nur etwa zehn Prozent der Bundesbürger eine Patientenverfügung oder eine Vorsorgevollmacht verfasst haben. Es lohnt sich aber, darüber in der Familie zu sprechen. „Wer diese Dinge frühzeitig regelt, ist selbst abgesichert und bewahrt gleichzeitig Angehörige davor, im Ernstfall mit wichtigen medizinischen Entscheidungen oder finanziellen Belastungen überfordert zu werden“, rät Walter Capellmann, Hauptbevollmächtigter der Monuta N.V. Niederlassung Deutschland.
Patientenverfügung
Ein häufiger Fall: Der Ehepartner hat einen Herzinfarkt und liegt nicht ansprechbar auf der Intensivstation. „Entgegen der landläufigen Meinung sind dann nicht automatisch die Angehörigen berechtigt, für den Betroffenen zu entscheiden“, erläutert Capellmann. Denn liegen keine Vorsorgeverfügungen vor, wird das Betreuungsgericht in der Regel einen gesetzlichen Betreuer bestellen und wichtige Entscheidungen möglicherweise in fremde Hände legen. Eine Patientenverfügung sorgt in einem solchen Fall dafür, dass die Ärzte genau wissen, wie der Patient medizinisch behandelt werden möchte.
Vorsorgevollmacht
Eine Vorsorgevollmacht ermöglicht es der Vertrauensperson darüber hinaus auch Entscheidungen über das Vermögen zu treffen. Wichtig ist aber, die bestehenden Vorsorgeverfügungen im Zentralen Vorsorgeregister (ZVR) der Bundesnotarkammer einzutragen. Das zuständige Betreuungsgericht wird immer erst prüfen, ob dort eine Registrierung erfolgt ist.
Trauerfall-Vorsorge
Geht es um die eigene Bestattung, stehen Angehörige in der Pflicht. „Die noch weit verbreitete Annahme, der Staat zahle für die Bestattung, führt oft dazu, dass auf Angehörige unerwartete finanzielle Belastungen zukommen“, so Capellmann. Geld vom Staat gibt es jedoch nur in Härtefällen, und dann auch nur für eine sogenannte Sozialbestattung. Mit einer Trauerfall-Vorsorge können alle finanziellen und organisatorischen Vorkehrungen getroffen werden. Dabei wird je nach Art und Umfang der selbstbestimmt festgelegten Bestattung und Trauerfeier eine Summe versichert, mit der die später anfallenden Kosten beglichen werden. Bei Vorsorgeverfügungen und Trauerfall-Vorsorge ist es laut Capellmann unerlässlich, sich gut zu informieren: „Gerade bei der Patientenverfügung kommt es darauf an, eindeutige und situationsbezogene Formulierungen zu wählen, sonst ist sie im Zweifelsfall nicht verwendbar. Auch die Vorsorgevollmacht enthält juristische Details, die Laien oft übersehen.“  Kostenfreie, juristisch geprüfte Vordrucke zu den Vorsorgeverfügungen und Informationen zur Trauerfall-Vorsorge können auf www.monuta.de/vorsorge angefordert werden.

Sparen für den Nachwuchs
Ab wann macht ein Sparbuch für das Kind Sinn? Welche Versicherungen sind für das Kind neben der Unfallversicherung wichtig? Kommen wir schnell auf den Punkt: Kinder sind unbezahlbar. Dieser Spruch ist treffend, nicht nur ideell: Ausbildung, Führerschein, Studium – die Ausgaben wachsen mit den Söhnen und Töchtern. Hier ein erster Überblick über mögliche Anlagen. Von einem Sparbuch für das Kind wird schon lange nicht mehr gesprochen. Es heißt jetzt „JuniorInvest“, „Ausbildungsversicherung“ oder „Kinder-Unfallschutz“ statt Unfallversicherung: Jede Bank hat spezielle Finanzprodukte für den Nachwuchs im Programm. Doch gerade bei Versicherungen ist Vorsicht geboten. Bevor man
Geld langfristig auf die hohe Kante legt, sollten Risiken abgesichert werden,  damit die Familie nicht in akute Finanznöte gerät. Für das Kind ist unbedingt eine Unfallversicherung zu empfehlen. Im Kindergarten und in der Schule ist das Kind über die gesetzliche Unfallversicherung geschützt, doch erfahrungsgemäß passieren die meisten Unfälle gerade in der Freizeit und zu Hause. Das Unfallrisiko ist gerade bei Kleinkindern enorm hoch. Eine Unfallversicherung kann das Kind nicht davor schützen, aber die Folgekosten, im schlimmsten Fall Pflegekosten bei einer bleibenden körperlichen Beeinträchtigung, kompensieren. Doch auch frischgebackene Eltern sollten in Anbetracht der finanziellen Absicherung für die gewachsene Familie über eine Risikolebensversicherung und eine Berufsunfähigkeits-
versicherung für den Hauptverdiener nachdenken. Banken sind allzu oft am Kindergeld, das ab der Geburt ausgezahlt wird, interessiert. Diese monatlichen Beträge würden sie am liebsten direkt als Raten in ihre sogenannten Kinderprodukte fließen lassen.  Das klassische Sparbuch für Kinder hat aufgrund schlechter Konditionen ausgedient. Doch hinter den neuen wohlklingenden Namen stecken fast ausnahmslos Kapitallebensversicherungen. Im Extremfall werden diese erst mit dem Rentenalter der Kinder fällig. Das Geld wird aber in der Regel bereits vorher benötigt – für größere Anschaffungen oder die Ausbildung. Deswegen sollte man eine flexible Anlage wählen, die Auszahlungen ohne große Verluste zulässt, und die Raten lieber geringer ansetzen. Einfache Banksparpläne, auch das altbekannte Sparbuch, sind riskanten Investments in jedem Fall vorzuziehen. Möchten Großeltern oder Paten etwas sparen, ist es wichtig zu entscheiden, auf wen die Verträge laufen. Kinder können von eigenen Steuerfreibeträgen profitieren; bei hohen Einnahmen drohen aber später
BAföG-Kürzungen oder der Ausschluss aus der Krankenkasse.
(aus: www.rossmann.de)

Immobilien richtig vererben – Expertentipps
Knapp zwei Drittel aller Bundesbürger, die etwas vererben wollen, planen laut einer jüngsten Allensbach-Studie die Übertragung einer Immobilie. „Wechselt ein Eigenheim innerhalb des engsten Familienkreises den Besitzer, geht das Finanzamt in der Regel leer aus“, sagt Stefan Bernhardt, Rechtsexperte von Schwäbisch Hall, „vorausgesetzt, man tappt nicht blauäugig in eine Steuerfalle.“ Ehegatten, Partner in eingetragenen Lebensgemeinschaften und Kinder können ein Eigenheim komplett steuerfrei erben – vorausgesetzt, der Erblasser hat die Immobilie bis zu seinem Tod selbst genutzt und die Erben wohnen anschließend mindestens zehn Jahre darin. In dieser Zeit darf die Immobilie nicht verkauft, vermietet oder verpachtet werden und auch der Hauptwohnsitz darf nicht verlegt werden – sonst hält der Fiskus doch noch die  Hand auf. Für Kinder gilt noch eine weitere Einschränkung: Die Wohnfläche darf im Erbfall nicht größer als 200 Quadratmeter sein. Für jeden Quadratmeter mehr werden Steuern fällig. Allerdings haben Kinder einen Freibetrag von 400 000 Euro – und der besondere Clou: Dieser Freibetrag wird durch eine selbst genutzte Immobilie nicht angetastet. Konkret heißt das: Kinder können neben dem Elternhaus noch weiteres Vermögen – etwa Wertpapiere oder Bargeld – bis zu einem Gesamtwert von 400 000 Euro steuerfrei erben. Auch hier gilt allerdings der Vorbehalt der Zehn-Jahres-Frist: Zieht man vor Ablauf dieser Frist aus, rechnet das Finanzamt neu. Steuerfrei bleibt man dann nur, wenn Immobilie und sonstiges Erbe zusammen nicht die Freibetragsgrenze übersteigen. Bei nicht selbst genutzten Immobilien, wie beispielsweise einer vermieteten Eigentumswohnung, wird der Ertragswert ermittelt, wofür auch Faktoren wie Jahresmiete und Bewirtschaftungskosten berücksichtigt werden.
Vom ermittelten Wert werden Schulden und Verbindlichkeiten des Erblassers abgezogen, der verbleibende Rest ist ausschlaggebend für die Erbschaftssteuer. Für den im engsten Familienkreis eher seltenen Fall, dass Erbschaftssteuer auf eine Wohnimmobilie fällig wird, hat der Gesetzgeber eine zusätzliche Hintertür gelassen: Haus- oder Wohnungserben können beim Finanzamt eine Stundung der Steuer für bis zu zehn Jahre beantragen, wenn diese nur durch den Verkauf der Immobilie aufzubringen wäre. Bei mehreren oder besonders hochwertigen Immobilien, lohnt es sich, über eine Schenkung nachzudenken. Für die sogenannte vorgezogene Vermögensübertragung gelten weitgehend dieselben Regeln wie für den Erbfall. Aber: Der steuerliche Freibetrag pro Kind in Höhe von 400.000 Euro kann bei Schenkungen mit einem Abstand von zehn Jahren von jedem Kind immer wieder neu in Anspruch genommen werden. Bedenken sollte man, dass sich eine Schenkung nicht einfach rückgängig machen lässt – etwa wenn es später zum Streit mit den Kindern kommt. Daher sollte der Schenker mit seinen Kindern unbedingt ein im Grundbuch eingetragenes Wohn- oder Nießbrauchsrecht vereinbaren.  Nießbrauch bedeutet, dass die Eltern nicht nur unbegrenzt im Haus wohnen bleiben, sondern dieses auch wirtschaftlich nutzen, also beispielsweise vermieten, dürfen. Für die Übertragung von Immobilien empfiehlt Bernhardt abschließend, zwei Grundsätze zu berücksichtigen: „Erstens ist es ratsam, sich rechtzeitig mit dem Thema zu beschäftigen, wenn man eine oder gar mehrere Immobilien zu vererben hat, und dann alles in einem Testament, Erbschafts- oder Schenkungsvertrag zu regeln. Und zweitens sollte man dafür unbedingt einen erfahrenen Steuerberater oder Fachanwalt für Erb- und/ oder Steuerrecht hinzuziehen, der alle Details individuell würdigen und damit den Erbfall so problemlos und vorteilhaft wie möglich gestalten kann.“