Schönes für Sie und Ihn

Der dominierende Schnitt 2013 ist die A-Linie. Dieser Schnitt kennzeichnet sich durch ein eng anliegendes Oberteil und einen leicht ausgestellten Rock. Die senkrechten Nähte verlaufen ohne Unterbrechung, was kleineren Frauen schmeichelt. Kleine Frauen sollten darauf achten, dass die Röcke nicht zu füllig sind, da diese Modelle sie ansonsten sehr leicht gedrungen wirken lassen. Passend zu dem romantischen Blütenzauber setzen die Designer auf Pastelltöne wie Rosa
oder Himmelblau. Als Farbtupfer findet sich auch in quasi jeder zweiten Kollektion Grau. Häufig sind es aber nur farbige Accessoires oder Applikationen, wie zum Beispiel am Dekolleté zwei Blüten, über dem Rock eine Stola in Dunkelrot oder bunte Pailletten. Die dominanten Farben der Brautkleider 2013 sind das bewährte Eierschale oder Elfenbein – und werden es auch bleiben. Farben setzen sich einfach nicht durch – die Braut ist und bleibt weiß.

Von Schleiern und Strumpfbändern
Der Schmuck auf dem Kopf komplettiert das Kleid – und sollte daher dazu, aber auch zu Make-up und Frisur passen: Kurze Schleier eignen sich gut zu Kleidern, die vorn kurz und hinten lang sind. Ein sehr starkes Make-up mit Smokey-Eyes sieht toll aus hinter einem pompösen Fascinator mit Gesichtsschleier aus Tüll und Spitze.
Wer lieber eine aufwendige Frisur wählt, sollte hingegen auf den Schleier verzichten und auf kleine Akzente im Haar setzen: In eine Hochsteckfrisur lassen sich gut kleine Rosen oder Perlen einarbeiten. Zu Kurzhaarfrisuren passt ein französischer kinnlanger Netzschleier. Wenig falsch machen kann man mit Diademen und Haarketten – sie stehen den meisten Frauen. Derzeit sind eher schlichte Formen gefragt, die dafür aber aufwendig mit Strass verziert sind. Wer sich für Schleier und Diadem entscheidet, sollte möglichst auf Perlenschmuck verzichten.
Stattdessen sollte man Hals und Ohren mit Strass zieren. Accessoires kommt eine besondere Bedeutung zu, da ja die Farbe des Kleides in der Regel bereits vorgegeben ist. Eine sehr präsente Frau sollte ein eher schlichtes Kleid tragen und jemand, der zurückhaltend ist, kann durch raffinierte Accessoires auf sich aufmerksam machen. Bei einem schlichten Hochzeitskleid sollte auf verspielte Accessoires verzichtet werden. Dazu passt etwa eine Perlenkette mit dicken Kugeln oder einem einzelnen Anhänger. Grundsätzlich gilt die Regel: Zu einem verspielten Modell werden verspielte Details, zu einem schlichten wird Schlichtes kombiniert. Viele Bräute gehen schulterfrei. Aber ein Bolero kann für Frauen, die wegen der Jahreszeit, wegen eines Tattoos oder aus anderen Gründen gern bedeckt sein wollen, sinnvoll sein. Farbe und Stoff müssen allerdings genau zueinander passen. Die Stoffe beider Stücke sollten identisch sein: Das heißt, ein Taftkleid kombiniert man besser nicht mit einem Satin-Bolero. Eine schöne Alternative ist eine Stola. Auch kurze gestickte Handschuhe können ein schickes Accessoire sein. Allerdings sollten diese zum Ringanstecken ausgezogen werden, was unter Umständen störend sein kann. Eines der wichtigsten Accessoires ist und bleibt das Strumpfband, das nicht für jeden sichtbar am Oberschenkel getragen wird. Der Tradition nach sollte jede Braut unter anderem etwas Blaues, etwas Neues und etwas Geschenktes tragen. Meist ist das Strumpfband blau, was für ewige Treue steht. Brauttaschen müssen klein sein, um den eleganten Gesamteindruck nicht zu schmälern. In dem kleinen Brautbeutel oder zierlichen Täschchen braucht nur das Allernötigste Platz zu finden, nicht etwa das Handy. Eventuell kann man seinen Krimskrams auch jemand anderem zur Aufbewahrung während der Feier geben. Oftmals sind diese Täschchen eher unpraktisch oder werden irgendwo liegengelassen, sodass sich die Braut überlegen sollte, ganz darauf zu verzichten.

Mit Dutt zum Altar
„Natürlich möchte die Braut an dem besonderen Tag ganz besonders aussehen, aber der Trend bei den Brautfrisuren geht zur Natürlichkeit“, erläutern die Experten der Friseurvereinigung Intercoiffure Deutschland. „Der Wiedererkennungswert hat Vorrang.“ Deswegen sieht man häufig auch mal ein Flechtelement oder eine Alltagsfrisur wie einen Dutt. Die Friseure der Vereinigung etwa schlagen Lockenfrisuren vor. Etwas Besonderes machen die Accessoires aus den vermeintlichen Alltagsfrisuren. „Diademe und klassische Haarreifen, aufgepeppt mit Pailletten und Steinen, abgestimmt auf Kleid und Abendgarderobe sollten es schon sein.“

Der Trend geht beim Bräutigam zu mehr Individualität
Sie im Traum aus Weiß, er im dunklen Anzug: Früher folgten Hochzeiten fast ausschließlich dieser traditionellen Formel. Doch Hochzeit ist längst nicht mehr gleich Hochzeit. Immer mehr Paare wollen eine Feier, die bis ins Knopfloch zu ihnen passt: „Der Trend geht zum Hochzeitskonzept“, erklärt Nikola Stiefelhagen vom Verband der deutschen Hochzeitsplaner in Frankfurt am Main. „Da geht es um Farben und Elemente, die sich dann von der Einladung bis zur Danksagung durchziehen. Es können aber auch ganz bestimmte Themen sein, mit dem sich das Brautpaar identifiziert.“ Was für die Hochzeit im Allgemeinen, gilt für den Hochzeitsanzug im Speziellen: „Heutzutage ist das alles sehr persönlich. Eleganz und Individualität spielen eine große Rolle“,sagt Volkmar Arnulf vom Bundesverband des Maßschneiderhandwerks in Essen. Für eine festliche Hochzeit im großen Rahmen heißen die Möglichkeiten Cut, Frack oder Smoking. Zu Arnulf kommen inzwischen aber immer mehr junge Männer, die sich etwas Ausgefallenes wünschen. Dies gelinge etwa über farbige Akzente bei Accessoires wie Fliege, Kummerbund oder Einstecktuch zum klassischen Anzug, zum anderen aber auch durch ausgefallene Schnitte und Materialien selbst. Bei den Farben sind neben dem Klassiker Schwarz, den man in fast allen Kollektionen findet, beim Anzug vor allem verschiedene Blautöne im Kommen. Auch Braun ist beliebt, weil es sehr gut zu den häufig champagnerfarbenen Brautkleidern passt.

Florale Kreationen
Er muss hinreißend schön sein, darf der Braut aber nicht die Schau stehlen: der Hochzeitsstrauß. Frauen mit ganz weißen Kleidern sollten daher keinen Strauß mit sehr knalligen Farben wählen, denn der Brautstrauß soll das Bild aufwerten und die Braut umschmeicheln. Inzwischen haben viele Kleider bunte Elemente oder sind ganz farbig. Dann kann man auch stärkere Farben für die Blüten wählen. Statt runder und kompakter Sträuße für die Hand trägt die Braut an ihrem schönsten Tag florale Handtaschen, Fächer und Stolen. Das kann beispielsweise so aussehen: Die Braut trägt an ihrem Ringfinger eine Art langes Mobile mit diversen  verschiedenfarbigen Blüten. Oder diese werden auf einem Fächer aus Drahtstäben aufgespießt. Und selbst der klassische Strauß für die Hand ist nicht mehr rund und knubbelig. Statt viel Grün als Platzhalter sind nur verschiedenfarbige Blüten in unterschiedlicher Länge locker zusammengebunden. Die Braut sollte spätestens vier Wochen vor der Hochzeit zum Floristen gehen. Natürlich kann man sich auch früher schon mal umschauen und anfragen. Empfehlenswert ist ein erstes Beratungsgespräch etwa drei Monate vor dem Termin. Wichtig ist, dass die Braut ihr Kleid schon hat. Gut ist auch, wenn die Braut ein Foto und eine Stoffprobe mitbringt. Ebenfalls sind Bilder vom Ort der Trauung und Feier nicht unerheblich. Außerdem sollte die Hemdfarbe des Bräutigams bekannt und mit dem Blumenstrauß abgestimmt sein, erläutert der Landesverband Gartenbau. Das Beratungsgespräch sollte mindestens eine Stunde dauern, nennt der Verband als Richtwert. Dabei sollte auch der Schmuck für Auto, Kirche und das Restaurant besprochen werden. Die Sträuße, gerade die neuen Kreationen, haben ihren Preis. Ab 100 Euro aufwärts sollte man für einen guten Strauß einrechnen, sagt Kroner.
dpa