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Wirtschaft

Mieter und Sicherheit

02.09.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(pm) Einen Anspruch auf den nachträglichen Einbau von einbruchshemmenden Fenstern oder Türen, Sicherheitsschloss, Türspion oder Gegensprechanlage haben Mieter nicht. Darauf weist der Deutsche Mieterbund Esslingen-Göppingen hin. Investiere der Vermieter trotzdem in derartige Schutzmaßnahmen, handle es sich um Modernisierungen. Das habe zur Folge, dass der Vermieter die Miete erhöhen kann, so der Mieterbund. Er dürfe elf Prozent der Kosten der Baumaßnahme auf die Jahresmiete aufschlagen.

Wollen Mieter von sich aus in ihre Wohnungssicherheit investieren, müssen sie bei allen baulichen Änderungen der Mietsache die Erlaubnis des Vermieters einholen, schreibt der Mieterbund weiter. Dieser müsse bei einem vorhandenen schützenswerten Interesse des Mieters zwar kleineren Baumaßnahmen zustimmen. Geklärt werden müsse aber auch, was am Ende der Mietzeit mit den Mieterinvestitionen passieren soll. Denkbar sei es, dass der Vermieter dann die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands fordert, sodass noch einmal hohe Kosten auf den Mieter zukämen. Der Mieterbund empfiehlt Mietern, mit ihrem Vermieter von Anfang an zu vereinbaren, dass die Mieterinvestition beim Auszug nicht beseitigt werden muss und dass der Vermieter für den Verbleib der Sicherheitsmaßnahmen sogar eine Entschädigung zahlt.

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