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„Es ist die reinste Zettelwirtschaft“

23.04.2015, Von Matthäus Klemke — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Viele offene Fragen zum Mindestlohn: Unternehmer beklagen vor allem hohen Arbeitsaufwand für Dokumentationspflicht

Seit Januar gilt in Deutschland der Mindestlohn. Starke Preiserhöhungen und der Wegfall von Arbeitsplätzen blieben in den meisten Branchen aus. Kein Grund zur Freude, mahnt jetzt die Industrie- und Handelskammer (IHK). Denn für viele Unternehmer entpuppte sich der Mindestlohn als Bürokratiemonster. Auch in Nürtinger Betrieben ist der Frust groß.

Seit der Einführung des Mindestlohns stapeln sich in vielen Unternehmen die Aktenordner. Foto: Holzwarth

NÜRTINGEN. Mit Sorgenfalten auf der Stirn blickt Hotelier Hans-Dieter Stiefelhagen auf die Buchungsübersicht: „40 Hochzeitsgesellschaften hatten wir 2014 zu Gast“, sagt der Chef des Nürtinger Best-Western-Hotels Am Schlossberg: „Dieses Jahr werden es wohl zwischen zehn und 15 sein.“ Schuld an dem Schwund habe auch die Einführung des Mindestlohns. Man habe aufgrund steigender Kosten die Preise für die Kunden erhöhen müssen, viele blieben deshalb weg. Die Summe von 8,50 Euro Bruttolohn, die das Gesetz vorschreibt, sei dabei das geringste Übel: „Wir haben sowieso schon über dem Mindestlohn bezahlt. Die größten Probleme bereitet die Dokumentationspflicht“, ärgert sich Stiefelhagen.


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