Wirtschaft

DRK-Mitarbeiter fordern mehr Geld und kürzere Arbeitszeiten

20.04.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mitarbeiter des DRK aus dem Raum Nürtingen/Kirchheim beteiligten sich am Dienstagmittag auf dem Schillerplatz in Nürtingen an einem bundesweiten Aktionstag. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Geld und eine Anhebung der Ausbildungsvergütung um 80 Euro pro Monat. Den Rotkreuzlern geht es aber auch um bessere Arbeitszeiten und die Bezahlung von Überstunden im Rettungsdienst. Derzeit betrage die wöchentliche Arbeitszeit dort 48 Stunden, wovon aber nur 38,5 Stunden bezahlt würden, sagt Gewerkschaftssekretärin Yvonne Baumann von Verdi. Gefordert wird, die Arbeitszeit auf 42 Stunden pro Woche zu begrenzen und Mehrarbeit zu bezahlen. Davon hänge nicht zuletzt die Attraktivität des Berufs ab, verdeutlicht Markus Reichle, Betriebsratsvorsitzender beim DRK- Rettungsdienst Esslingen-Nürtingen: „Wir haben Nachwuchsmangel.“ Es sei dadurch schwierig, die Besetzung der Fahrzeuge aufrecht zu erhalten. Ein junger Rettungsassistent verdiene nach der Ausbildung rund 1500 Euro netto, berichtet Reichle. Die Gespräche mit den Arbeitgebern gingen gestern in die zweite Runde. Beim DRK-Kreisverband Nürtingen-Kirchheim arbeiten rund 100 Beschäftigte in der Verwaltung, im Krankenhaus und in der Altenpflege, in Kindertagesstätten, in der Jugendhilfe und in der Bildungsarbeit. Beim Rettungsdienst sind es im Kreis Esslingen 215 Beschäftigte. Während der einstündigen Aktion, bei der die DRKler Passanten auf ihre Situation aufmerksam machten, sei der Notfalldienst jederzeit gewährleistet, betonten sie. Wie zum Beweis musste prompt ein Team zum Einsatz ausrücken. rik/Foto: jh

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