Wirtschaft

Aufbewahrungsfristen

14.01.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(pm) Mit dem Jahreswechsel kann wieder ein großer Teil der aufbewahrten Geschäftsunterlagen in den Reißwolf wandern, darauf weist der Bund der Steuerzahler Baden-Württemberg hin. Während Unternehmen hierbei feste Fristen zu beachten haben, müssten Privatpersonen Rechnungen und sonstige Belege in der Regel nicht archivieren. Wurden sie dem Finanzamt vorgelegt und ist der Steuerbescheid in Ordnung, bräuchten die Belege nicht mehr aufbewahrt zu werden. Fertige der Steuerzahler seine Steuererklärung mit Elster-Online an, müsse er die Belege bis zur Bestandskraft des Steuerbescheides aufbewahren. Bestandskräftig werde der Steuerbescheid mit Ablauf der Einspruchsfrist. Steuerzahler, deren Überschusseinkünfte – Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit, Vermietung und Verpachtung, Kapitaleinkünfte und sonstige Einkünfte – in der Summe mehr als 500 000 Euro im Jahr betragen, müssen steuerlich relevante Unterlagen sechs Jahre lang aufbewahren, so der Steuerzahlerbund. Eine besondere Vorschrift gebe es im Umsatzsteuerrecht: Danach müssten Rechnungen, die für Arbeiten oder Dienstleistungen an einem Haus, einer Wohnung oder einem Grundstück ausgestellt werden, zwei Jahre lang vom Mieter oder Hausbesitzer aufbewahrt werde, auch wenn er eine Privatperson ist.

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