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Wendlingen

Wendlinger Brandstifter jetzt vor Gericht

03.12.2015, Von Bernd Winckler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Suizidversuch eines 35-jährigen Asylbewerbers brachte die Bewohner der Unterkunft in Gefahr

Ein 35-jähriger Asylanwärter aus Sri Lanka soll im Juli dieses Jahres als Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Wendlingen beim Versuch, sich selbst zu töten, beinahe einen Großbrand ausgelöst haben. Jetzt sitzt der Mann auf der Anklagebank der Schwurgerichtskammer am Stuttgarter Landgericht und berichtet von „fremden Stimmen“.

WENDLINGEN/STUTTGART. Es geschah am späten Abend des 18. Juli dieses Jahres. Etwa 90 Menschen bewohnten die Wendlinger Asyl-Unterkunft und hatten offensichtlich keine Ahnung, was in den folgenden Stunden hätte passieren können. Laut Anklage vor der Stuttgarter Schwurgerichtskammer soll gegen 22 Uhr der 35-Jährige mit einem Feuerzeug die Matratze seines Bettes angezündet haben und sich dann in das Bett gelegt haben, um den Feuertod zu erleiden. Dabei, so argumentiert die Staatsanwältin, habe er den möglichen Tod von allen Hausbewohnern billigend in Kauf genommen. Demnach lautet der Vorwurf auf ein Verbrechen des versuchten 90-fachen Mordes. Immerhin hätte der Brand über sein Zimmer hinaus auf das gesamte Gebäude übergreifen und auch noch einen hohen Sachschaden verursachen können.

Dass es aber nicht so kam, verdanken die Bewohner den im Haus installierten Rauchmeldern. Diese lösten sekundenschnell aus, womit das Feuer im Zimmer des Angeklagten rasch gelöscht werden konnte. Es entstand lediglich ein Brandschaden an der Bettdecke.


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