Wendlingen

Wanninger

26.08.2017, Von Sylvia Gierlichs — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Buchbinder Wanninger – was haben wir gelacht über den Münchner, der telefonisch bei der Baufirma Meisel und Compagnie, seinem Auftraggeber, in Erfahrung zu bringen versuchte, ob er die Rechnung für seine Arbeit der Ware gleich beilegen soll. Etliche Male wird er freundlichst weiterverbunden, keiner kann ihm helfen, keiner fühlt sich zuständig. Am Schluss landet der verzweifelte Wanninger dann zwar offenbar bei der richtigen Mitarbeiterin, die aber just in dem Moment den Bleistift fallen lässt und Feierabend macht. Solche Momente gibt es nur bei Karl Valentin, denken Sie? Momente, in denen der Aberwitz auf die Spitze getrieben wird? Von wegen. Solche Wanninger-Momente sterben auch im Zeitalter der E-Mail-Kommunikation nicht aus. Der der Redakteurin kam am Donnerstag aus dem Kirchheimer Rathaus: „Kontakt und weitere Informationen unter tourist@kirchheim.de“ stand unter einer Pressemitteilung zum Tag des Offenen Denkmals. Doch auf die flugs geschriebene E-Mail kam eine automatische Rückantwort: „In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an . . .“ Also gut, die zweite Mail ist schnell geschrieben und abgeschickt an . . . Keine zwei Sekunden später kommt zur allgemeinen Erheiterung der umstehenden Kollegen aber auch von dort eine Abwesenheitsnotiz. Mit dem Hinweis: „In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an tourist@kirchheim-teck.de“. Ist das nicht schön? Karl Valentin hätte wahrscheinlich einen Sketch daraus gemacht.

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