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Wendlingen

Veränderungssperre für Gewerbegebiet an der Ulmer Straße

27.07.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Einer Änderung des Bebauungsplans für das Gewerbegebiet Ulmer Straße stimmte der Wendlinger Gemeinderat in der letzten Sitzung vor der Sommerpause zu. Der Grund für die Änderung: Der Gewerbestandort soll gestärkt werden. Und die Stadt will im Rahmen einer geordneten städtebaulichen Entwicklung steuern, wer sich in diesem Gewerbegebiet ansiedeln kann. Vor allem aber auch, wer sich dort nicht ansiedeln sollte. Hier hat die Verwaltung vor allem Vergnügungsstätten, also Wettbüros und Spielcasinos im Auge. Deren Betreiber, so die Auffassung der Stadtverwaltung, seien häufig in der Lage, höhere Mieten als klassische Handwerksbetriebe oder produzierendes Gewerbe zu bezahlen. Durch das Ausschließen von Vergnügungsstätten sollen auch die angrenzenden Wohngebiete vor Störungen und Belästigungen geschützt werden. Ebenso fürchtet man vollflächige Reklamemaßnahmen und eine „introvertierte“ Fassadengestaltung. Damit könne das Straßenbild gerade an einem der Stadteingänge von Wendlingen beeinträchtigt werden. Das Gewerbegebiet, so die Befürchtung, würde dadurch eine Abwertung erfahren. Doch bisher sind Vergnügungsstätten in Teilen des Plangebiets ausnahmsweise zulässig. Im beschleunigten Verfahren soll die Änderung daher so schnell wie möglich in Kraft treten. Das beschleunigte Verfahren kann deswegen angewendet werden, weil es sich um eine Maßnahme der Innenentwicklung handelt. Es ist also keine Umweltprüfung notwendig. Damit sich bis zum Inkrafttreten des geänderten Bebauungsplans nicht doch noch unerwünschte Vergnügungsstätten dort breitmachen, stimmten die Stadträte auch einer von der Verwaltung beantragten Veränderungssperre zu, die die Ziele des Bebauungsplans im Gewerbegebiet Ulmer Straße sichert. Vorhaben, die gegen den geschützten Abschnitt verstoßen, sind damit unzulässig. sg/Foto: Jüptner

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