Wendlingen

Planungsbüro beauftragt

01.06.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Honorar für Städteplaner sorgte für kleine Diskussion im Gemeinderat

KÖNGEN (red). Erst im vergangenen Jahr hatte die Gemeinde Köngen den Rechtsstreit mit einem großen Discounter vor dem baden-württembergischen Verwaltungsgerichtshof gewonnen. Das Unternehmen wollte sich auf dem Gelände des Gewerbeparks Wert, in unmittelbarer Nähe zu einem anderen Discount-Unternehmen, ansiedeln. Dies jedoch hatte die Gemeinde im rechtsgültigen Bebauungsplan schon vor Jahren ausgeschlossen, um den Einzelhandel in der Ortsmitte nicht zu schwächen (wir berichteten). Nun soll ein neuer Bebauungsplan aufgestellt werden. Eine Ende April erlassene Veränderungssperre soll verhindern, dass bis zur endgültigen Ausarbeitung des Bebauungsplanes wieder unerwünschte Vorhaben Dritter die Planungen der Gemeinde durchkreuzen.

Für die weitere Ausarbeitung des Bebauungsplanes will die Gemeinde nun das Büro ARP aus Stuttgart mit ins Boot holen. Ein Honorarangebot von 37 961 Euro brutto legte das Architekturbüro vor. Ein Honorar, das knapp über dem Betrag liegt, über den Bürgermeister Ruppaner ohne Einvernehmen des Gemeinderates entscheiden darf.

Ein Preis allerdings, der Gemeinderat Günter Hoffelner (FW) dann doch etwas hoch vorkam, „auch wenn man über die HOAI abrechnet“, sagte er. HOAI – das ist die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Denn, so lautete Hoffelners Argument, dies seien ja keine neu zu entwickelnden Pläne.

Als Ortsbaumeister Georg Barner dann auch noch erläuterte, dass hier nur ein Viertel der üblichen Honorarkosten angesetzt sei, war Hoffelner entsetzt. „Für das Geld können wir ja eine neue Stelle schaffen“, sagte er. Schlussendlich votierten die Gemeinderäte dennoch einstimmig für die Beauftragung des Architekturbüros.

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