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Wendlingen

Nur einen Steinwurf von den Bohnackerhöfen entfernt entstehen zwei Lagerschuppen

23.02.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bagger, Planierraupen und anderes schweres Gerät beherrschen seit geraumer Zeit große Ackerflächen nur einen Steinwurf entfernt von den Bohnackerhöfen zwischen Wendlingen und Oberboihingen. Viele Spaziergänger fragen sich, was sich hier tut. Beginnt hier etwa die Bahn mit den Vorarbeiten zur ICE-Neubaustrecke Wendlingen–Ulm? Die sind erst zur Jahreswende 2015/2016 geplant. Derzeit läuft noch das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt „Albvorland“. Ein Beschluss wird zwar in den nächsten Wochen erwartet, doch erst müssen die gerade angelaufenen Ausschreibungen unter Dach und Fach gebracht werden. Was tut sich also dann, wenn nicht die Bahn ihre Finger im Spiel hat? Auf Nachfrage bestätigt Christine Kuhn vom Bohnackerhof, dass hier zwei Lagerschuppen gebaut werden. Sie sollen geerntetes Getreide und Ackergerät aufnehmen. Zum Hintergrund: der Bohnackerhof der Familie Kuhn (wie auch das Gehöft der Familie Klauß) muss dem Tunnelbau der ICE-Trasse weichen. Damit verliert die Familie ihr Anwesen mit dem dazugehörigen Pferdehof. Bis Mitte beziehungsweise Ende dieses Jahres müssen sie ihren Hof räumen. Alternativ hatten sie auf der anderen Seite von der Autobahn ein Grundstück von der Stadt Wendlingen für den Pferdehof angeboten bekommen. Doch hier ist keine weitere Vergrößerung des Hofes möglich, womit die Familie für ihre berufliche Existenz dort keine Zukunft sieht. Deshalb hat die Familie nach anderen Möglichkeiten für ihren Erwerb gesucht und hat die von ihr vorher gepachteten Ackerflächen gekauft, wo jetzt die beiden Lagerhallen entstehen. Allerdings reiche dies allein nicht aus, sagt Christine Kuhn, weshalb die Familie nach einem zweiten Standbein weiter Ausschau halten muss. Auch die Apfelannahme im Herbst, die die Kuhns bisher auf dem großen Platz neben der Sporthalle in Unterboihingen betrieben haben, muss wegen Bauarbeiten in der Schützenstraße weichen. Mit der Stadt sei man wegen eines anderen Standorts zwar im Gespräch, aber bei diesem sei man nicht sicher, ob er den Erfordernissen überhaupt entspricht. gki/Foto: b2S-fotografie

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