Wendlingen

„Man denkt, man ist alleine, aber das sind wir nicht“

11.03.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bei Angehörigen und Opfern ist nach dem Amoklauf am 11. März 2009 noch keine Normalität eingekehrt

WENDLINGEN (em). Ein Jahr nach dem Amoklauf in Winnenden und Wendlingen ist für Iris P. (Name von der Redaktion geändert) und ihre zwei Kinder noch lange keine Normalität eingekehrt. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwer wird“, sagt die Mutter. Durch den Jahrestag kämen die Ereignisse vom 11. März 2009 wieder hoch, bei denen sie ihren Mann verloren hat. Der 46-Jährige war zufällig als Kunde im Wendlinger Autohaus Hahn im Industriegebiet Wert, als der Amokläufer Tim K. ihn und einen Verkäufer erschoss.

Die Kirchheimerin und ihre Kinder waren im Schockzustand, als die Kriminalpolizei ihnen die Todesnachricht überbrachte. In schlimmer Erinnerung sind ihnen Besuche der Journalisten von Boulevardmagazinen und Privatsendern. Obwohl sie gesagt habe, dass sie nichts sagen wolle, hätten manche ihren Nachbarn aufgelauert. Ihre Angst, dass ihre Kinder in der Schule belästigt werden könnten, habe sich nicht bestätigt. „Sie hatten eine Notfall-Nummer, falls sie auf dem Schulhof angesprochen worden wären.“

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