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Larvenalarm für Kastanien

01.09.2011, Von Sophie Schädel — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Motte frisst sich durch Kastanienbäume in Kirchheim

KIRCHHEIM. In Kirchheim ist ein Schädling unterwegs, der es in sich hat: Die gefräßigen Larven der Miniermotte nagen sich durch die Blätter vieler Rosskastanien. Die Blätter werden deshalb schon sehr viel früher als gewohnt herbstlich braun.

Das liegt jedoch nicht unbedingt an einem frühen Herbsteinbruch. Schuld dürfte die Cameraria ohridella sein. Hinter diesem Namen verbirgt sich die Rosskastanienminiermotte, die ihre Eier in Kastanienblätter legt. In den Blättern wachsen Larven, die sich vom Blattgewebe und den im Blatt enthaltenen Nährstoffen ernähren. Sie minieren, fressen also einen kreisrunden Gang, die Mine, innerhalb des Blattes. Danach verpuppen sie sich und schlüpfen als Falter wieder. Zurück bleiben geschädigte Blätter, die schnell braun werden und welken.

Die Stadt Kirchheim bekämpft die Plagegeister mit Lockstofffallen. Solche Fallen finden sich beispielsweise in den Bäumen gegenüber der Stadtbücherei. Schon seit dem Jahr 2003 wird mit dieser Falle Jagd auf die Schädlinge gemacht. Es hilft auch, das Laub im Herbst einzusammeln und zu vernichten. So wird verhindert, dass die Larven in den Blättern überwintern und im Frühjahr schlüpfen. „Der Bestand schwankt, jedoch ist erkennbar, dass die Laubsammelmaßnahmen zu einer Reduzierung des Befalls führen“, erklärt Michael Magdanz vom Amt für Grünflächen und Tiefbau.


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