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„Hagelflieger sind Glaubenssache“

13.08.2013, Von Iris Häfner — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Rems-Murr-Kreis werden Wolken mit Silberjodid geimpft

Noch immer fahren Autos mit zersprungenen Scheiben auf den Straßen, und Häuserwände oder Jalousien mit Löchern und Dellen sind ein gewohnter Anblick. Es geht aber auch anders: Im Rems-Murr-Kreis sorgen zwei Hagelflieger dafür, dass keine Geschosse vom Himmel fallen, sondern Regen.

Im Mittelpunkt des Interesses steht derzeit der Rems-Murr-Kreis. Zu verdanken hat er dies seinen zwei Hagelfliegern. „Wir sind ohne auffällige Flurschäden aus dem Unwetter Ende Juli hervorgegangen“, sagt Dr. Harald Knitter, Pressesprecher des Rems-Murr-Kreises. Zwei Piloten waren an jenem Sonntag, der Teile des Landkreises Esslingen schwer traf, zwischen 17 und 18 Uhr jeweils 45 Minuten über dem Kreisgebiet in der Luft und impften mittels Rauchgasgeneratoren die Wolken mit Silberjodid-Aceton. Durch den Sog an der richtigen Stelle und zum richtigen Zeitpunkt wird dieses chemische Gemisch aus Silber und Jod – ein stark wasseranziehendes Salz – in jene Wolkenhöhe gezogen, um Hagel zu verhindern.

Für diesen punktgenauen Einsatz sind die Piloten auf präzise Wetterdaten angewiesen. Jeden Morgen bekommen die beiden Flieger mitgeteilt, ob sie in Bereitschaft sein müssen oder nicht. Sind Unwetter zu erwarten, erhalten sie alle fünf Minuten eine Mail. In der letzten Woche waren die Piloten erneut erfolgreich in der Luft. Aus Schorndorf waren Graupelschauer gemeldet worden.


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