Wendlingen

Esche auf der Teck musste gefällt werden

02.01.2016, Von Daniela Haussmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

OWEN. Im Morgengrauen wurde am Montag vom Landschaftspflegetrupp des Schwäbischen Albvereins die Esche im Innenhof der Teck gefällt. Ein vermutlich aus Japan eingeschleppter Pilz, der für das großflächige Eschentriebsterben verantwortlich ist, hatte den Baum befallen. Dadurch war eine Fällung unumgänglich geworden. Mit lautem Getöse schlug der Baum kurz nach 8 Uhr auf dem Boden auf. Explosionsartig lösten sich dabei die Äste vom Stamm und flogen meterweit durch die Luft. „Dass es den Baum beim Aufprall derart zerlegt, ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Äste durch den Pilz bereits morsch geworden sind“, so Forstwirt Marian Schantz.

Das Ende der Esche im Burghof der Teck: Ein Pilz machte dem Baum den Garaus. Foto: dh

Jörg Dessecker, Leiter des Landschaftspflegetrupps, betonte, dass sich die Äste spätestens beim nächsten Sturm gelöst hätten und unter Umständen für Burgbesucher zur Gefahr geworden wären. Anhand der Jahresringe, die nach der Fällung sichtbar wurden, schätzte Marian Schantz das Alter des Baumes auf 70 Jahre. Der Forstwirt berichtete, dass es Eschen gibt, die gegen den Pilz resistent sind. „Deshalb wird nun versucht, mit deren Samen die Baumart zu erhalten“, so Schantz, der bestätigte, dass damit noch Hoffnung für den Fortbestand der Eschen besteht.

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