Wendlingen

Ausstellung mit syrischen Kalligrafien in Köngen

10.09.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Imad Alkhaldi wurde in Daraa in Syrien geboren. 2014 machte er sich über die Balkanroute auf den Weg nach Deutschland. Etwa einen Monat war er unterwegs. Doch sein Herz ist immer noch in der Heimat. Das wurde ganz deutlich, als der Künstler am Mittwochabend seine Ausstellung im Köngener katholischen Gemeindehaus eröffnete. Neben seinen Kalligrafiewerken zeigte Imad Alkhaldi auch Fotografien zerstörter syrischer Städte und leidender Menschen. Gleich zu Beginn der Veranstaltung zeigte er jedoch auch ein Video, das aus Zusammenschnitten diverser Internetvideos bestand und ebenfalls die Grausamkeit des Krieges zeigte. „Die internationale Gemeinschaft will keine Lösung in Syrien, sie möchten, dass der Krieg fortgeführt wird“, sagte Imad Alkhaldi, der einige Worte auf Englisch an die etwa 70 Vernissage-Besucher richtete, die von Pfarrer i. R. Adalbert Kuhn übersetzt wurden. Politiker sprächen immer über die Menschen, aber eigentlich interessierten sie die Menschen nicht, so sein Vorwurf. Es gehe nur darum, die eigenen Interessen zu verteidigen. Jeder wolle einen Fuß in den Nahen Osten bekommen. „Wie die Christen und die Juden seien auch die Moslems voller Frieden und Liebe. Ich hoffe man setzt hier den Islam nicht mit dem IS gleich“, sagte Alkhaldi. Der IS habe alle Gesetze des Islam gebrochen. „Terroristen haben keine Religion“, sagte der 38-Jährige. Die Kalligrafien, die er in Köngen noch bis am Sonntag, 15 Uhr, zeigt, hat er alle in Deutschland gefertigt. In den meisten islamischen Ländern gilt die Kalligrafie als einzige erlaubte Kunstform. Das Bild zeigt Imad Alkhaldi im Gespräch mit einer Ausstellungsbesucherin sg

Wendlingen