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Wendlingen

50 Jahre Albvereinshaus Wendlingen – Viele Mitglieder geehrt

05.07.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Pünktlich zum Jubiläum wurden die Renovierungen am Wendlinger Albvereinsheim abgeschlossen. Bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen des Hauses ehrte der Verein 16 seiner Mitglieder mit der Ehrennadel für ihre langjährige Mitgliedschaft. Die Ehrungen nahmen Erwin Fritz, stellvertretender Vorsitzender im Gau Teck-Neuffen, zu dem auch Wendlingen gehört, sowie Rolf Grünenwald, Vorsitzender des Wendlinger Albvereins, vor. Der wunderschöne Blick vom Vereinshaus ins Lautertal sei ein schönes Erbe für die Nachkommen und lade zum Verweilen und Wandern gleichermaßen ein, so Fritz. Und auch Rolf Grünenwald ist mit der Entwicklung des Hauses zufrieden, dass im Sommer von zahlreichen Wanderern angesteuert werde. Lediglich Radfahrer ziehe man bisher nicht in Scharen an, da der Radweg ein Stück oberhalb über die Felder führe. „Meine Mutter hat noch die ersten Vorhänge für das Vereinsheim genäht“, sagt Margarete Wünsch. Sie ist seit 60 Jahren im Verein und erinnert sich noch an die Zeiten, als der Albverein noch kein eigenes Haus besaß: „Getanzt und Theater gespielt wurde früher in der Traube.“ Mit dem Vereinsheim sei dann viel Arbeit verbunden gewesen, sowohl beim Bau als auch bei den Wochenenddiensten. In erster Linie sei man jedoch stolz gewesen, ein eigenes Heim bauen zu können. Damals sei man auch noch mit Kind und Kegel und bis zu hundert Personen auf Wanderung gegangen. „Siebzig muss man erst mal werden, aber so lange im Verein zu sein, das schaffen nur die ganz Aktiven“, so Grünenwald in seiner Ehrung für Erich Kaiser. Kaiser war als kleiner Junge durch seinen Vater zum Wandern gekommen und habe es genossen, mit den Großen durch die Lande zu ziehen. So trat er 1941 in den Schwäbischen Albverein ein. Am Samstag durfte er sein außergewöhnliches Jubiläum feiern und seine Sammlung an silbernen und goldenen Ehrennadeln weiter komplettieren. Die Freizeitgestaltung sei früher noch ganz anders gewesen, sind sich die Albvereinsmitglieder einig. Heute gebe es viel mehr Freizeitmöglichkeiten, daher sei es auch schwieriger, die Jugend für das Wandern zu begeistern. Aufgrund der großen Hitze und wegen Krankheit konnten nur sieben Jubilare bei der Ehrung dabei sein, zwei weitere wurden von Familienmitgliedern vertreten. Insgesamt ehrte der Albverein Erich Kaiser (für 70 Jahre Mitgliedschaft), Margarete Wünsch (60), Wilfried Gross, Dieter Kaiser, Werner Pfeiffer (alle 50), Christoph Adelsbach, Alexander Erdes, Franz Erdes, Jürgen Heilemann (alle 40) sowie Bernd Bindig, Herbert Block, Sabine du Bois, Stefan Eberhardt, Christiane Goldsohn, Gerda Heilemann und Renate Richter für jeweils 25 Jahre Mitgliedschaft. Für die musikalische Untermalung der Feier sorgten mit „Gitarre und mehr“ drei Hobbymusiker aus Altbach, die durch Zufall bei einer Wanderung Kontakt zum Wendlinger Albverein geknüpft hatten. Abends spielten „d’ Lauterbläser“ zur Hocketse auf. Das Albvereinsheim ist von Ostern bis Anfang November samstags ab 14.30 Uhr und sonntags für Besucher geöffnet. Das linke Bild zeigt von links die Geehrten Erwin Fritz, Margarete Wünsch, Gerda Heilemann, Günther Eberhardt (für Sohn Stefan), Dieter Kaiser, Rolf Grünenwald, Emmi Erdes (für Ehemann Franz), Wilfried Gross, Jürgen Heilemann, Erich Kaiser und Alexander Erdes nach der Verleihung der Urkunden. Rechts ist das renovierte Vereinsheim mit Garten zu sehen. seh

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