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Vertriebene trafen sich

07.10.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

ESSLINGEN (pa). Der Bund der Vertriebenen – Vereinigte Landsmannschaften hält alljährlich am zweiten Sonntag im September seine zentrale Gedenkfeier ab. Das Leitthema hieß in diesem Jahr „Deutschland geht nicht ohne uns“. Dabei wurde auch an die Verdienste beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg erinnert. In einer gut besuchten Veranstaltung haben die Redner den Begriff „Heimat“, gedeutet. In seinen Grußworten erinnerte Michael Hornick von der Landsmannschaft Ost-Westpreußen, Esslingen, der die Gedenkfeier leitete, an die Verdienste seiner Weggefährten nach dem Zweiten Weltkrieg, die den Wiederaufbau mitgestalteten. So ist auch das Leitthema „Deutschland geht nicht ohne uns“ zu verstehen.

In seinen Grußworten für die Stadt Esslingen sprach Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger über die gelungene Eingliederung der Neubürger und darüber, den Frieden weltweit zu erhalten. Ukraine, Gaza-Streifen, Irak sind Beispiele für die Zerbrechlichkeit des Friedens. Zieger danke den Heimatvertriebenen für ihren Beitrag dazu, in Esslingen daheim zu sein, ohne die alte Heimat zu vergessen. Die Festrede hielt die frühere Vizepräsidentin des Landtags von Baden-Württemberg, Christa Vossschulte. Heimat sei mit Frieden oder Glück gleichzusetzen. Heimat sei eine Landschaft, aus der man kommt, in die man hineinwächst, von der man geprägt wird. Das Recht auf Heimat sei ein unveräußerliches Menschenrecht. Das Schicksal der Vertriebenen dürfe nicht aus dem Bewusstsein der Gesellschaft verdrängt werden und als Aufrechnung der Nazi-Verbrechen gesehen werden. Ein Verbrechen bleibt immer ein Verbrechen, auch wenn ihm ein anderes vorausging. In der Aussegnungshalle des Friedhofes in Esslingen-Zollberg wurde die Feierstunde von Orgel und Violine begleitet. Der Chor der Heimatgemeinschaft Petersberg unter Leitung von Ilse Abraham sang Lieder der Heimat. Am Kreuz des Ostens sprach der Kreisvorsitzende des „Bundes der Vertriebenen“, Otto Kröner, Worte des Gedenkens.

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