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Schönes Donautal besucht

24.06.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Reuderner Jahrgänge 1933/34 und 1935/36 machten Jahresausflug nach Oberschwaben

NT-REUDERN (be). Über Engstingen und Gammertingen, der jungen Lauchert folgend, war am frühen Vormittag Sigmaringen erreicht, wo die Reuderner Gruppe in der Brauerei Zoller-Hof angemeldet war. Dort schloss sich ein Gang durch das Zündapp-Museum mit dessen rund 100 Ausstellungsstücken wie Motorräder, Mopeds, Außenbordmotoren und vielem mehr bis zum Produktionsende im Jahr 1984 an.

Der Führung durch die Betriebsanlagen der Brauerei ging eine allgemeine Einführung im Sudhaus mit Läuterbottich, Maische- und Würzpfanne voraus. Getreu dem Reinheitsgebot von 1516 sind Wasser, Weizen und Gerstenmalz, Hefe und Hopfen die Grundstoffe. Der Lagerkeller, die Lagerhaltung und vor allem die Abfüllanlage bei 100 000 Hektoliter pro Jahr waren weitere Stationen. Ein Probeausschank aus der Vielzahl der Produkte rundete die Führung ab.

Anschließend blieb noch Zeit zu einem Rundgang durch die im Naturpark Obere Donau liegende Hohenzollernstadt mit den historischen Gebäuden wie dem Rathaus, der Stadtpfarrkirche oder dem Fidelishaus – alles überragt durch das weithin sichtbare Schloss.

Die Weiterfahrt führte über die Hohenzollernstraße nach Krauchenwies und weiter auf der Westroute der Oberschwäbischen Barockstraße durch Ostrach nach Hüttenreute, wo im Landgasthof Hirsch für die Gruppe zur Mittagszeit reserviert war.

Am Nachmittag war zunächst die Kur- und Bäderstadt Bad Saulgau das Ziel der Gruppe aus Reudern. Herzstück des Stadtkerns mit dessen historischem Fachwerk ist die Pfarrkirche St. Johannes. Besonders einladend warder Marktplatz mit schmucken Straßencafés, seiner Betriebsamkeit und anmutigen Atmosphäre.

Modernes Herdenmanagement in der Hofanlage „Eselsmühle“

Letztes Tagesziel war die Hofanlage „Eselsmühle“ von Thomas Zimmerer mit dessen modernst ausgestattetem Milchviehbetrieb. 240 Milchkühe stehen derzeit in den offenen Stallungen. Was der Landwirt von der Leitwarte aus ablesen und steuern kann, nennt man heute Herdenmanagement. Ein Sensor am Körper jeder Kuh funkt permanent Daten in das zentrale System, woraus Kraftfutteraufnahme, Gewichtszunahme, Milchkonsistenz, Fitnesszustand und Milchleistung errechnet werden beziehungsweise ablesbar sind. Mit einer jährlich durchschnittlichen Milchmenge von knapp über zwei Millionen Litern zählt Zimmerers Hof zu den größten Milcherzeugern Oberschwabens. Was hätte abschließend besser passen können als eine Kostprobe frischer, gekühlter Milch?

Über Herbertingen donauabwärts Riedlingen umfahrend führte die Heimfahrt über die Hochfläche der Zwiefalter Alb in Richtung Reutlingen zurück nach Reudern. Ein vielseitig interessanter Tag klang im Landgasthof Linde bei angeregter Unterhaltung aus.

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