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Minusrunde für West-Rentner

27.03.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lydia Hofstadt, Erkenbrechtsweiler. Zum Artikel „Rentenerhöhung bringt Minusrunde“. Man glaubte, sich verhört zu haben, als die Rentenerhöhung in den Nachrichten verkündet wurde, aber jetzt konnten wir es ja schwarz auf weiß in der Zeitung nachlesen. Da ist der Bundesarbeitsministerin ein großer Wurf gelungen und wir haben uns damit abzufinden. Als Begründung für die unterschiedliche Rentenanhebung wird einmal der Rentenwert (den kein Mensch nachvollziehen kann) und dann der Anstieg der Löhne herangezogen. So soll im Osten im Jahr 2011 die Lohnsteigerung bei 4,32 Prozent, im Westen dagegen nur bei 1,5 Prozent gelegen haben. Dem zufolge seien die beitragspflichtigen Entgelte im Westen schwächer gestiegen, wobei das bei der Rentenanpassung in 2012 zur Erhöhung im Osten bereits herangezogen worden war.

Dieser Staat macht es sich einfach und zockt die Beitragspflichtigen auf das Übelste ab. Die Rentenkasse wäre ohne die versicherungsfremden Entnahmen gut gefüllt. Wir, die Beitragszahler, müssen hinnehmen, wer alles aus unseren Beiträgen bedient wird, ohne jemals entsprechende Leistungen erbracht zu haben, zum Beispiel Renten an Überlebende des Holocaust, dann Menschen aus Israel und deren Nachkommen konnten gemäß einem deutsch-israelischen Rentenabkommen aus dem Jahre 1980 gegen geringe Einmalzahlungen hohe Rentenanwartschaften erwerben, auch Rentenzahlungen an Russlanddeutsche werden aus der Rentenversicherung geleistet sowie die Rentner aus der früheren DDR, die bis zur Wende nie in die westdeutsche Rentenversicherung eingezahlt hatten, werden gut bedient.

Diese ganzen Leistungen sind Sache des Staates und nicht die der Rentenversicherungspflichtigen. Es wird uns Bürgern viel zugemutet und ich frage mich, warum wir uns nicht dagegen zur Wehr setzen. Da fällt es einem dieser Herren Politikern bei einem Interview ein, die Überschüsse der gesetzlichen Krankenkassen heranzuziehen, anstatt neue Staatsschulden aufzunehmen, ein Staat könne nicht neue Schulden aufnehmen, wenn auf der anderen Seite Sparbücher vorhanden seien. Da wird kein Gedanke daran verschwendet, dass dies die Gelder der Beitragszahler sind und wer ist gesetzlich versichert? Nicht die Abgeordneten, nicht die Selbstständigen und keiner der Großverdiener. Dass sich für uns kleinen Leute in der Zukunft etwas ändern könnte und die Abzockerei ein Ende hätte, diesen Glauben habe ich verloren.

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