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Historie der Notdurft

15.11.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

WALDENBUCH (pm). Seit 2001 wird jährlich am 19. November der Welt-Toilettentag begangen. Was sich lustig anhört, hat einen ernsten Hintergrund, denn mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung besitzt keinen Zugang zu ausreichend hygienischen Sanitäranlagen. Im Museum der Alltagskultur in Waldenbuch kann man sich buchstäblich ein Bild davon machen, wie es einst hierzulande auf diesem Sektor bestellt war. Das Plumpsklo lag außerhalb des Hauses oder in einem Anbau. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts setzte sich das Wasserklosett in ländlichen Gebieten durch. Vom Nachttopf über das Plumpsklo bis hin zum selbstreinigenden Toilettensitz – an den im Museum der Alltagskultur ausgestellten unterschiedlichen Gestalten der Toilette lassen sich nicht nur technische Entwicklungen ablesen. Vor allem dem damit einhergehenden Wandel der Vorstellungen von Hygiene geht das Museum auf die Spur. Öffnungszeiten Dienstag bis Samstag von 10 bis 17 Uhr, Sontag und Feiertag 10 bis 18 Uhr, www.museum-der-alltagskultur.de.

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