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„Grauzone Sterbehilfe“

10.09.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Podiumsdiskussion über die Frage der gesetzlichen Regelung

DETTINGEN (pm). Der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Nürtingen, Michael Hennrich, lädt am kommenden Montag, 14. September, zu der Podiumsdiskussion „Grauzone Sterbehilfe – Sterben an der Hand statt durch die Hand“ in die Schloßberghalle in Dettingen/Teck, Teckstraße 35, ein. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.

Der Deutsche Bundestag berät aktuell über eine gesetzliche Regelung der Sterbehilfe. „Vielleicht ist es das für Patienten und Ärzte wichtigste Gesetz im Gesundheitsbereich dieser Legislaturperiode“, schreibt Hennrich in einer dazugehörigen Pressemitteilung. Die aktuelle Debatte sei bisher einzigartig in der Geschichte des Deutschen Bundestages: Es gehe um die Frage, ob der Staat eingreifen soll, wenn sich Menschen mit Hilfe anderer das Leben nehmen.

Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung vorantreiben

Der Bundestagsabgeordnete der Christdemokraten schreibt weiterhin dazu: „Es ist die Aufgabe der Gesellschaft, schwerkranken und sterbenden Menschen Hilfe und bestmögliche Unterstützung zu gewähren, die Versorgung der Alten, Todkranken und Sterbenden zu verbessern. Gesetzübergreifend besteht daher Einigkeit darin, den Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung voranzutreiben.“

Unterschiedliche Ansichten gebe es aber zu der Frage, ob ein ärztlich assistierter Suizid im Ausnahmefall zugelassen werden sollte. Hier gehe es darum, eine ethisch vertretbare Lösung zu finden. „Wir alle sollten ein großes Interesse haben, dass eine Regelung strafrechtliche wie auch berufsrechtliche Sicherheit gibt und dem Alltag in dieser schwierigen Thematik gerecht wird“, sagt Michael Hennrich dazu.

Über das Thema diskutieren am 14. September in der Dettinger Schloßberghalle: Dr. Klaus Baier, Allgemeinarzt und Palliativmediziner aus Sindelfingen und Präsident der Bezirksärztekammer Nordwürttemberg, Professor Dr. Georg Marckmann, Professor für Medizinethik an der LMU und Leiter des Instituts für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin an der medizinischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München, Dr. Ernst Bühler, Leiter der Stabsstelle für ärztliches Qualitätsmanagement an der Kreisklinik Esslingen, Wilfried Vesser, Pfarrer und Mitglied des Gemeinderats (CDU), Prälat Ulrich Mack, Leiter der Prälatur Stuttgart der evangelischen Landeskirche Württemberg und Michael Hennrich (CDU), Mitglied des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages. Für die Moderation konnte Dr. Norbert Metke, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, gewonnen werden.

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