meldungen

Diktatoren und Parlamente

16.05.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helmut Wick, Altdorf. Zum Leserbrief „CO2: Wir reduzieren und China produziert“ vom 9. Mai. Im Laufe der Evolution hat sich das menschliche Gehirn bis heute so weit entwickelt, dass es in der Lage ist, technische Entwicklungen voranzutreiben. Die Gefahren, die sich dahinter verbergen, lässt es uns zwar nicht immer, aber doch meistens rechtzeitig genug erkennen.

Wie könnte es sonst sein, dass in Gegenden mit hoher Industriedichte der Pseudo-Krupp fast verschwunden ist, die Gewässer zwischenzeitlich so sauber sind, dass die Menschen wieder darin baden können, dass in den Ozeanen keine Dünnsäure mehr verklappt wird – und so weiter?

All diese Maßnahmen zur Verbesserung unserer Umwelt haben unseren Wohlstand nicht verschlechtert, sondern ihn sogar erhöht. Wie dieser jedoch verteilt wird, ist eine andere Frage.

Aktuell verdienen sich deutsche Firmen in China eine goldene Nase mit der Herstellung, dem Verkauf und der Installation umwelttechnischer Anlagen. Im Bereich regenerativer Energieerzeugung, wie der Herstellung von Solarmodulen oder gar Windkraftanlagen hat uns China allerdings schon längst überholt. Zu verdanken haben wir das einer Lobby, die Dank gesellschaftlicher Subventionen leichtes Geld mit Kohle, Öl und Atomkraft macht. Die wahren Diktatoren sitzen dabei nicht in unseren Parlamenten.

Tipps und Termine