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Bauland entwickeln

20.09.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NÜRTINGEN (pm). Die Nürtinger CDU-Fraktion setzt sich schon seit einiger Zeit für die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum ein. Zwar konnten in den zurückliegenden Jahren einige neue Bauflächen ausgewiesen und innerstädtische Nachverdichtungen wie beispielsweise auf dem Oelkrugareal in der Sigmaringer Straße abgeschlossen werden. Trotzdem besteht laut einer Pressemitteilung der Fraktion „nach wie vor ein dringender Bedarf nach Wohnraum“. Die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum in allen Preislagen müsse künftig an erster Stelle der kommunalen Tagesordnung stehen.

In diesem Zusammenhang hat die CDU-Fraktion erneut einen Antrag im Gemeinderat eingebracht. Im März 2017 war das Baugesetzbuch um Paragraf 13b erweitert worden. Diese Norm soll es Gemeinden ermöglichen, zügig neue Bauflächen auszuweisen. Die neue Regelung eröffnet Gemeinden die Möglichkeit, Baugebiete auszuweisen, die momentan noch nicht im Flächennutzungsplan enthalten sind. Allerdings müssen entsprechende Entwicklungen bis Ende 2019 eingeleitet werden. „Durch die neue Rechtslage besteht die Chance, die Entwicklung dieser Flächen auch unabhängig von großen Gebieten zügiger voranzubringen und Kosten zu sparen“, so die Einschätzung von CDU-Fraktionssprecher Matthias Hiller.

Außerdem erhofft sich die CDU-Fraktion von der neuen Regelung, dass man die bestehende Infrastruktur nutzt. So seien einige Straßen in Nürtingen bisher nur einseitig bebaut. Durch die neue Rechtslage wäre es nunmehr möglich, eine zweiseitige Bebauung vorzusehen, was Kosten sparen würde, da auf vorhandene Straßen, Beleuchtung und Kanäle zugegriffen werden könnte.

Einige Umlandgemeinden, wie beispielsweise Köngen, hätten von dieser neuen Regelung bereits Gebrauch gemacht. In ihrem Antrag bittet die CDU-Fraktion die Stadtverwaltung, geeignete Flächen für die Entwicklung auf Grundlage von Paragraf 13b zu benennen und die entsprechenden Verfahren zügig einzuleiten. Je Stadt- und Ortsteil soll dabei ein Gebiet aufgenommen werden, damit in den Ortsteilen auch in den kommenden Jahren eine Entwicklung möglich sei, so die Einschätzung der CDU.

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