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Zement-Honig macht Imker unzufrieden

05.08.2013, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bienenzüchter beklagen schlechteste Ernte seit Jahren

FRICKENHAUSEN (pm). Beim Treffen der Bienenzüchter des Nürtinger Imkervereins im Vereinsheim in Frickenhausen waren die beherrschenden Themen die bevorstehende Spätsommerpflege der Bienenvölker und das schlechte Ergebnis der Honigernte im Juli. Gastreferent Simon Hummel, Vorsitzender des Kirchheimer Imkervereins, berichtete, wie das ungewöhnliche Ereignis entstand.

Durch eine besondere Art Honigtau, den die Bienen in den vergangenen Wochen eifrig sammelten, kristallisierte der Honig innerhalb kürzester Zeit in den Honigwaben der Bienenstöcke zu einer festen Masse, welche die Imker „Zementhonig“ nennen und im Fachjargon Melezitose-Honig genannt wird. Dieser Honig kann nicht geschleudert werden, da er in den Waben „hängen“ bleibt. Ursache für den Melezitose-Honig ist ein starkes Vorkommen der Fichtenrindenlaus in diesem Jahr. Diese Laus setzt sich an Stämmen der Fichten fest und erzeugt Honigtau mit hohem Anteil eines Dreifach-Zuckers, der sich aus zwei Glukose- und einem Fructose-Molekül zusammensetzt und normal nur in geringen Mengen in Waldhonigen vorkommt.

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