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Zauneidechsen müssen sich einen anderen Platz suchen

04.11.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Landkreis beabsichtigt, rund 100 weitere Parkplätze nahe seines Freilichtmuseums bei Beuren zu bauen, kommt es doch vor allem bei größeren Veranstaltungen immer wieder zu Engpässen. Eigentlich hätten sie bereits für die nun zu Ende gehende Saison zur Verfügung stehen sollen, was jedoch durch Naturschutzmaßnahmen verzögert wurde. Zur Erschließung der neuen Parkflächen muss der Engelsbergweg ausgebaut werden. Neben geschützten Vogel- und Fledermausarten wurden dort laut Dr. Roland Bauer, ökologischer Berater am Esslinger Landratsamt, auch streng geschützte Zauneidechsen vorgefunden. Vor den Bauarbeiten müssen diese vergrämt, also vertrieben werden, um sie nicht durch die Bagger zu gefährden. Dafür gibt es nur zwei Zeitfenster, erklärt der Biologe Bauer. Entweder ist die Vergrämung ab April, dem Ende der Winterruhe und noch vor der Eiablage im Mai möglich, oder aber ab Ende September, wenn der Nachwuchs geschlüpft ist. Man entschied sich für Letzteres und legte dafür an beiden Seiten des Weges mit Steinen beschwerte Folien aus. Den Eidechsen, die darunter in Spalten und Löchern Schutz suchen, fehlt die Sonne, sie kriechen unter der Folie hervor und suchen sich etwas weiter entfernt einen neuen Lebensraum für die Winterruhe und die Eiablage im Frühjahr. Wenn die Winterruhe eingesetzt hat, wird die Folie entfernt und mit den Bauarbeiten begonnen, damit die Parkplätze für die kommende Saison zur Verfügung stehen. ug/Foto: Lieb

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