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Wie eine Stadt zur Festung wurde

21.01.2006, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Der Herzog gab 60 000 Gulden umsonst aus – Frauenkirche abgebrochen

KIRCHHEIM. Andere Zeiten, andere Ängste: Im ersten Drittel des 16. Jahrhunderts fürchtete Herzog Ulrich die Habsburger und die Freien Reichsstädte. Resolut wie er war, bekämpfte er seine Furcht mit dem Bau von Festungen. Zu einem seiner Bollwerke baute er die Nürtinger Nachbarstadt Kirchheim aus. Die bereits bestehende doppelte Stadtmauer (Nürtingen hatte einen dreifachen Mauerring) ergänzte er durch den Bau eines als Festung angelegten Schlosses.

Wie es dazu kam, wird in dem jüngst erschienenen Heft 68 der „Beiträge zur Heimatkunde des Bezirks Kirchheim unter Teck“ erzählt. Widerstände ließ Herzog Ulrich als Bauherr nicht gelten. Das bekamen damals auch die Nürtinger zu spüren. Der Herzog gab die Order, die Baulichkeiten des in Nürtinger Besitz befindlichen Tachenhäuser Hofes abzubrechen und nach Kirchheim zu schaffen.


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