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Verdient Respekt

29.10.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kurt Renner, NT-Neckarhausen. Die anhaltende negative Sensationsberichterstattung um den Radrennfahrer Stefan Schumacher lese ich mit sehr unguten Gefühlen. Kurz vor der Tour de France musste er mit einem Trainingskameraden an einer roten Ampel auf der alten Neckarbrücke in Nürtingen halten. Auch wir, meine Frau und ich, waren mit unseren Fahrrädern unterwegs. Meiner Frau rief ich laut zu: „Auf geht’s, jetzt hängen wir den Schumacher ab!“ Er drehte sich um und konterte: „Aber nur, weil die Ampel Rot hat!“ Es war eine sehr kurze Begegnung. Sein Verhalten hat mir gefallen. Er, der prominente Sportler, war mir sofort sympathisch und bleibt das auch, trotz der ständig negativen Berichterstattung!

Für mich ist Hochleistungssport ein sehr vielschichtiges Spannungsfeld. Verlangt werden Rekorde, Siege, sensationelle Leistungen. Nur die Sieger finden Beachtung, verdienen Geld. Die andern werden kaum erwähnt – wenn sie Glück haben. Wenn sie Pech haben, sind sie Versager, werden verhöhnt. Dabei ist schon allein die Teilnahme an der Tour de France oder der Olympiade eine enorme sportliche Leistung, die allergrößten Respekt verdient.

Die Berichterstattung über Stefan Schumacher tut mir weh. Deshalb möchte ich den Menschen Stefan Schumacher ermutigen und die, die über ihn berichten, an das Vaterunser und den Grundsatz „Im Zweifel für den Angeklagten“ erinnern.


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