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Unter Zwang "freiwillig" aufs Amt verzichtet

15.02.2008, Von Jürgen Gerrmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wie sich die Nationalsozialisten mal mit mehr, mal mit weniger Gewalt im Aichtal Bahn brachen

AICHTAL. Drei Orte, eine Zeit, drei Wege in den Untergang. Wer denkt, draußen auf dem flachen Land habe die sogenannte Machtergreifung der Nationalsozialisten länger gedauert als in den Großstädten, der täuscht sich gewaltig. Das zeigt ein Blick ins Archiv der Stadt Aichtal ganz deutlich: Dort sind die Akten der drei früher selbständigen Gemeinden Aich, Grötzingen und Neuenhaus zusammengefasst.

Die längsten Spuren der Demokratie finden sich noch in Aich. Dort wurde Wilhelm Maier, ein in Wolfschlugen geborener Gipser, am 4. Mai 1933 sogar noch auf sein Amt verpflichtet, nachdem er auf der SPD-Liste am 26. April, als das ganze Reich schon in den Nazi-Taumel gefallen war, noch in den Gemeinderat gewählt worden war. Seine Kollegen machten ihn sogar zum Beauftragten für die Feuerschau im Dorf.


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