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"Uns ist in alten maeren wunders vil geseit ..."

28.05.2005, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Horst Zimmermann will die 800 Jahre alte Dichtung des Nibelungenlieds verständlich machen

NÜRTINGEN (pm). Das Nibelungenlied lebt wieder auf. Im letzten Jahr wurde im Badischen Landesmuseum die „Welt der Nibelungen“ beschworen, ein spektakulärer Nibelungenfilm jagt den Leuten Schauder über den Rücken, jüngst hat sogar das Magazin Der Spiegel aus den Nibelungen eine (etwas wirre) Titelgeschichte gemacht. Was ist uns, darf man da fragen, „in den alten maeren“ eigentlich überliefert?

Die Buchhandlung Zimmermann bietet dazu das Nibelungenlied in Fortsetzungen an. Dr. Zimmermann wird den Text in einer Übersetzung anbieten, die mittelhochdeutsche Eigenart der Dichtung erklären und das Heldenepos als Kunstwerk in seiner Zeit würdigen. Der erste Abend hat dazu ein Grundverständnis hergestellt, denn es herrscht eine groteske Begriffsverwirrung.

Man weiß zwar von Siegfried und Kriemhild, vielleicht auch von Brünhild und ihrer peinlichen Hochzeit mit König Gunther, am ehesten noch vom Mord an Siegfried. Hagen sei ein feiger Meuchelmörder. Stimmt das? Die Geschichte endet in einem grauenhaften Gemetzel. Warum? Im 19. und 20. Jahrhundert wurde gar ein merkwürdig missverstandenes Nibelungenlied zum deutschen Nationalepos erhoben - ein Nationalepos, das auf Betrug, Verrat, Mord und Ausrottung einer ganzen Völkerschaft gründet.


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