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Stimmt die Notwehrversion?

20.12.2014, Von Bernd Winckler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Zweiter Prozesstag im Neckarhäuser Messerstecher-Fall

STUTTGART/NT-NECKARHAUSEN. Vor genau sechs Monaten soll ein 20-jähriger syrischer Asylanwärter vor einer Neckarhäuser Asylunterkunft mit einem Messer zwei Menschen erheblich verletzt haben. Seit einer Woche steht er wegen Totschlagversuchs vor dem Stuttgarter Landgericht. Am zweiten Prozesstag machte der 20-Jährige erste Angaben zu der Tat.

Wieder taucht bei den Richtern der 2. Großen Jugendstrafkammer am Stuttgarter Landgericht die Frage auf: Versuchter Totschlag oder Notwehr? Der 20-jährige Angeklagte, der aus Syrien stammt, macht Notwehr geltend. Er sagt, dass an jenem 12. Juni dieses Jahres er zuerst angegriffen wurde, ehe er mit seinem Messer „zugeschlagen, nicht gestochen“ habe. Er hab sich kurz zuvor auf der Straße mit einem Mädchen unterhalten. Das habe einem albanischen Asylanten wohl nicht gefallen. Der habe ihn angeschrien. Daraufhin habe er das Gespräch eine Straße weiter verlegt. Dort sei es aber dann zum Zusammenprall mit zwei Männern gekommen, die ihm Fausthiebe aufs Auge verpasst hätten. Dann habe er den Angreifern das Messer gezeigt, „zur Abschreckung“, wie er sagt. Weil die Angreifer sich davon nicht hätten beeindrucken lassen, habe er mit dem Messer „zugeschlagen“, die Waffe dann weggeworfen. Erst später sei ihm der Gedanke gekommen, dass er vielleicht doch zugestochen und mindestens einen der beiden Männer verletzt haben könnte.


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