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"Seine Tälesbahn" wird ihm künftig fehlen

02.05.2005, Von Christa Ansel — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Heinz Strunk fuhr 25 Jahre lang die Tälesbahn zwischen Neuffen und Nürtingen - Am Samstag steuerte er in den Ruhestand

NEUFFEN. Um seine Person macht Heinz Strunk nicht viel Aufhebens. Und doch kann er auftreten, hinstehen, wenn es erforderlich ist. Ein Vierteljahrhundert beförderte der heute 63-Jährige als Lokführer auf der Tälesbahn viele tausend Menschen sicher durch das Neuffener Tal, griff durch, wenn die Jungen mal wieder allzu ausgelassen waren und startete seine Arbeit im Neuffener Bahnhof an jedem Tag viel früher, als sein Arbeitgeber, die Württembergische Eisenbahn-Gesellschaft (WEG), das von ihm erwartet hätte. „Seine Tälesbahn“ bedeutete Heinz Strunk alles. Jetzt muss er ohne sie zurechtkommen. Am Samstag steuerte er zum letzten Mal von Nürtingen nach Neuffen.

Bei den Schülern, die vor allem in den Wintermonaten zuhauf mit der Tälesbahn zur Schule fahren, heißt er seiner grauen lockigen Haare wegen einfach nur „Mozart“. Steuert Heinz Strunk die Tälesbahn, dann braucht er heute kaum mehr einzugreifen, zur Ordnung mahnen. Die jungen Fahrgäste, die sonst gern mal im Zug über Gebühr bubeln, die Füße auf die Sitze legen und auch schon mal zu Vandalismus neigen, zeigen vor diesem Lokführer der „alten Garde“ längst Respekt.


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