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Recycling-Mode und Kunst beim ersten „Bunte Wundertüten-Markt“

30.10.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Weißt du, nur um sie an Freunde und Familie zu verschenken, dafür sind meine Taschen doch zu schade“, beschreibt Heidi König ihre Motivation beim „Bunte-Wundertüten-Markt“ mitzumachen. Der kleine Kunsthandwerkermarkt fand am gestrigen Sonntag zum ersten Mal statt, aufgebaut im Theater im Schlosskeller, und auch König nutzte die Chance, hier erstmalig öffentlich ihre Waren anzubieten: sie verwertet alte Jeans und zaubert daraus schmucke Taschen. Die Nachfrage ist so groß, dass am frühen Mittag vieles bereits vergriffen ist – sehr zur Freude der Aussteller, die ihre Waren ausschließlich in heimischer Handarbeit herstellen. So kocht Eli Klett hausgemachte Suppen und Tomatensoßen – „garantiert alles nur aus dem Garten!“ –, die sie in Gläsern verzehrfertig anbietet. Sie werkelt aber auch an Nana-Puppen und stellt sie aus. „Fünf Leute haben sich sogar schon gemeldet, bei einem Nana-Kurs mitzumachen“, verkündet sie. Neben Dekorationen, handgefertigtem Schmuck oder Lumpenschuhen finden sich aber auch die Seifen und Körperbutter vom Nürtinger Christoph Lintz. „Ich mische meist abends zwischen 10 und 12 daheim“ erklärt Lintz, denn tagsüber ist er als Allgemeinmediziner in seiner Praxis in Wolfschlugen. Eines Tages fiel ihm ein Buch in die Hände über das Herstellen von Seifen, „und daraus wurde dann ein Hobby“, lacht er. Zur Auflockerung gab es ein kleines Rahmenprogramm. So führten Lisa und Hannes aus der Musik- und Jugendkunstschule Nürtingen Sketche von Loriot auf, und das dreiköpfige Erwachsenen-Jazz-Ensemble sorgte zwischendurch für die musikalische Umrahmung beim Stöbern. jüp

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