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Pläne zur Rettung der Neckartenzlinger Zehntscheuer vorgestellt

17.07.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Neckartenzlinger Zehntscheuer (im Bild) wurde 1564 durch Schultheiß Jakob Schmid erbaut. Die Interessengemeinschaft Ortsgeschichte hat es sich zur Aufgabe gemacht, das historische Gebäude zu retten. Von Architekt Wolfgang Schwab wurden kürzlich Pläne zur Realisierung des Projekts vorgestellt, die auch das benachbarte Rieberhaus einschließen. Nach den Plänen soll die Zehntscheuer effektiver genutzt werden, kulturelle Veranstaltungen, Lesungen, Vorträge und kleine Feiern organisiert werden. Dafür gibt es bisher die Melchiorfesthalle, doch sie ist besser für größere und mittlere Veranstaltungen geeignet. Für kleinere Veranstaltungen sind jedoch die Mietkosten sehr hoch und die Halle zeitweise schwer zu bekommen. Die Interessengemeinschaft Ortsgeschichte will die Zehntscheuer nun gründlich sanieren und erhalten, wie der Vorsitzende Roland Kilgus geäußert hat. Man habe großes Interesse daran, zuerst ein sinnvolles Nutzungskonzept und ein Finanzierungskonzept zu entwickeln. Zu diesem Zweck soll mit den örtlichen Vereinen, Firmen, der Heimatpflege und Bürgern ein Förderkreis gegründet werden. Mit Arbeitsdiensten, Spenden von Bürgern, Firmen, Banken, Vereinen oder Kirchen soll das Projekt laut Kilgus finanziert werden. Auch öffentliche Fördermittel aus dem Denkmalschutz, von Land, Bund und der EU, aber auch Mittel aus dem Gemeindehaushalt sollen hier einfließen. Die Interessengemeinschaft rechnet zudem mit Unterstützung seitens aller politischen Parteien zur Beschaffung der Fördermittel. Das Projekt „Rettung der Zehntscheuer“ soll zeitlich begrenzt sein und die Organisatoren bauen darauf, dass die Bürger Neckartenzlingens, Gemeinderäte und Verwaltung ein Interesse am Gelingen dieses Projektes haben. Roland Kilgus: „Jeder Bürger kann an diesem für die Ortsgeschichte wichtigen Projekt durch finanzielle Unterstützung oder aktive Mitarbeit im Förderkreis mitwirken. Neckartenzlingen braucht sich nicht zu verstecken. Wir haben ein Juwel, allerdings noch in schlechtem baulichem Zustand.“ ha

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