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NSU-Fahrer trafen sich in Linsenhofen: „Wer Prinz fährt, ist König!“

19.09.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das diesjährige Treffen der NSU-Scuderia Süddeutschland nutzte der Verein, um sein 20-jähriges Bestehen zu feiern. Gleich neben dem Gründungsort, dem Linsenhofener Gasthaus Traube, gastierten die NSU-Freunde am Samstag und Sonntag in der örtlichen Kelter. Der Keltervorplatz verwandelte sich quasi in einen „Walk of Fame“ der bekanntesten, seltensten und begehrtesten NSU-Modelle. Mit den Modellen Prinz 1, 2 und 3 hatten sich die NSU-Motorenwerke 1958 wieder in der Welt des Automobilbaus zurückgemeldet, berichtete Michael Turco, Zweiter Vorsitzender der Scuderia. Aufgrund ihrer identischen Karosserie sind die Prinz-Modelle äußerlich nicht voneinander zu unterscheiden (auf dem Foto das erste und das zweite Auto von links), einzig in ihrer Ausstattung und Leistung – von 23 bis 30 PS – differieren sie. Von den ersten Prinz-Modellen wurde bald eine Coupé-Version gebaut, der sogenannte Sport-Prinz. „Für Töchter aus reichem Haus“, schmunzelte Turco. Die Liebe zu den kleinen Schönheiten, die fast alle aus Privatbesitz stammen, postulieren die Fahrer mit der charmanten Parole „Wer Prinz fährt, ist König“ auf der Heckscheibe. Weitere Highlights des Treffens in Linsenhofen: Der NSU-Wankelspider mit 50 PS, mit dem Siegfried Spiess in den 60er-Jahren sämtliche deutsche Bergmeisterschaften gegen erheblich hubraumgrößere Konkurrenten gewann, sowie die Modelle NSU TT beziehungsweise TTS. „Der TT ist ein Rennwagen für den Normalsterblichen“, so Turco. „Für etwa acht Monatsgehälter bekamen Laien einen Wagen, mit dem sie sofort im Motorsport mitmischen konnten“, berichtete er. 1966 wurden in Stuttgart über 80 Exemplare des NSU Brixner Bergrennspider gebaut. Der Autobauer und Namensgeber Kurt Brixner beehrte die Scuderia zu ihrem Jubiläum mit einem Besuch. amm

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