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Liebeserklärung an ein Instrument

30.01.2012, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gut besuchtes Lehrerkonzert in der Rudolf-Steiner-Schule

NÜRTINGEN. Es war im langsamen Satz der Poulenc-Sonate. Wie die Klarinette da feierlich aus dem Dämmer einer sachten Klavierbegleitung herauswächst, wie sich die Figur wie ein Gebet aufschwingt und ausweitet zu einer stolz ausformulierten Melodie, um schließlich in lichter Höhe psalmodierend zu verharren, das ist so kunstvoll und schlicht zugleich, so unerschöpflich und alterslos, dass es bei jeder Wiederbegegnung wie neu erscheinen muss.

Wenn das Motiv dann ganz am Ende verwandelt wiederkehrt, sind die Wendungen so kostbar und schön, wie nur eine Liebeserklärung an ein Instrument schön sein kann. Sonorer, intensiver, runder, sprechender als hier die Klarinette gespielt wurde, kann das Instrument schwerlich gespielt werden.

Thomas Löffler (Klarinette) und Elena Benditskaia (Klavier) interpretierten die dreisätzige Sonate für Klarinette und Klavier von Francis Poulenc am Samstagabend in der Rudolf-Steiner-Schule im Lehrerkonzert der Nürtinger Musikschule. Es war diesmal kein Konzert mit großem Orchester, sondern eine Veranstaltung der verschiedensten Ensembles, vom Duo über das Quartett und das Lied bis zum Salonorchester am quirligen Schluss. Das kleinteilige Programm dürfte an diesem gut besuchten Abend jedem etwas geboten haben. Wer vieles bringt, bringt jedem etwas.

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