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Lebensraum für Pflanzen und Tiere auf den Spitzäckern

25.06.2010, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Seit 1994 gibt es im Gewann „Spitzäcker“ in Neckarhausen das Biotop „Verbundbrücke“ (im Bild der Ackerrandstreifen). Verbundbrücke deshalb, weil die Hecken und Sträucher den Wald auf der Hochfläche des Galgenbergs mit den Streuobstwiesen am Talhang verbinden. „Hecken sind Wanderwege und Lebensraum für Tiere und Pflanzen“, sagt Walter Wahl, der das Biotop zusammen mit Horst Busse und einigen Helfern vom Schwäbischen Albverein pflegt. „Der Neuntöter ist auch wieder da“, freut sich der Naturschützer. Die Hecken bieten Schutz vor dem Wind und beleben die Landschaft. Auch der Rosenlehrpfad am Wegesrand ist solch eine Hecke. Sie ist günstig für die Dorngrasmücke und den Neuntöter, der seine Beute vorzugsweise auf Dornen aufspießt. 20 verschiedene Wildrosenarten sollen einen Eindruck der Artenvielfalt und der Schönheit der Natur vermitteln. Der landwirtschaftliche Lehrpfad im Biotop soll ein Lehrbeispiel sein für die umweltschonende, ökologische Bewirtschaftung einer landwirtschaftlichen Fläche. Auf Herbizide wird beim Anbau der verschiedenen Getreidearten selbstverständlich verzichtet. Gründüngung ist das Ziel, um möglichst schnell viel organische Substanz in den Boden zu bringen. Die Saat in Reihen erleichtert das Jäten des Unkrauts. Mit Hacken, Spaten und Distelstechern waren die Landschaftsschützer auch jetzt wieder im Biotop, um die Pflanzen in mühsamer Handarbeit zu pflegen. In einem Teil der Fläche befindet sich eine Pflanzenmischung, die den idealen Lebensraum für einen anderen scheuen Vogel bieten soll. Die Rückkehr des Rebhuhns ist langfristig das Ziel. „Jetzt geh ich gießen“, sagt Walter Wahl und macht sich auf den Weg in Richtung Kräutergarten. jh

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