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05.07.2008, Von Von — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kommentar

Barbara

GOSSON

Es gehöre zu den demokratischen Gepflogenheiten, Menschen auch dann anzuhören, wenn deren Meinung nicht die eigene ist. Demokratische Kultur erwachse im kontroversen Meinungsaustausch – so war die Einladung des CDU-Stadtverbandes zum Vortragsabend unterschrieben.

Doch wenn man Eva Herman zuhört, bleibt nur noch wenig übrig, über das sich diskutieren ließe. Zu viele ihrer Thesen sind auf Sand gebaut. Jeder würde wohl unterschreiben, dass Kinder vor allem Liebe und Zeit brauchen. Doch man kann unterschiedlichster Auffassung sein, wie das am Besten zu bewerkstelligen ist. Herman stellt Thesen auf, die sie alleine mit dem begründet, was sie als „natürlichen Schöpfungsauftrag“ versteht und zieht aus ihren persönlichen Gefühlen Schlüsse für allgemeine politische Forderungen, zum Beispiel gegen den Ausbau von Krippen. Mehr Treibsand geht kaum.

Wer definiert denn, was die „natürlichen Aufgaben“ von Frau und Mann sind? Diese Definition, das verkennt Herman, hat sich im Lauf der Zeiten, Gesellschaften, Schichten und Kulturen immer wieder verändert, angepasst an eine sich verändernde Welt. Waren Frauen nicht schon immer mit die Ernährerinnen ihrer Familie?


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