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„Inklusion muss sich am Kindeswohl ausrichten“

20.06.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kreistagsfraktion der Freien Wähler besichtigt Rohräckerschule

(fw) Das gegenwärtig umfangreichste Bauvorhaben des Landkreises, die Erweiterung und Generalsanierung des Sonderschulzentrums „Rohräckerschule“, wird fortgesetzt. Dies hat der Esslingen Kreistag mit großer Mehrheit beschlossen. Ausschlaggebend für die Weiterführung des fast 48 Millionen Euro teuren Projekts waren einerseits die zumindest stabilen Schülerzahlen und andererseits höhere Kosten bei einer Verwirklichung des achten Bauabschnitts in Schritten. Um sich über den Bauablauf zu informieren und die Position der Schulleitungen zur Inklusion zu erfahren, war die Kreistagsfraktion der Freien Wähler vor Ort.

Die Rohräckerschule mit ihrer sonderpädagogischen Ausrichtung ist aus der Schullandschaft des Landkreises Esslingen nicht wegzudenken. Die in breiter Front geführte Diskussion über die Inklusion an Regelschulen ändert daran nichts.

„Eine so spezielle und individuelle Förderung kann es auf einer Regelschule nie geben“, ist sich der Sprecher der Schulleitungen, Martin Schutz, einig mit dem Kreisdezernenten Thomas Eberhard und dem Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler, Bernhard Richter. „Inklusion ist richtig und wichtig, ersetzt die Rohräckerschule aber keineswegs“, ergänzt der Sprecher des Kultur- und Schulausschusses, Jens Timm. Die keineswegs zurückgehenden Schülerzahlen machen dies deutlich.

Mit rund 45 Millionen Euro schlägt die Generalsanierung im Kreishaushalt zu Buche. Gut angelegtes Geld, sind sich die Freien Wähler einig, die sich über die Baumaßnahmen, die unter laufendem Betrieb durchgeführt werden, informiert haben.

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