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„In einem Zimmer wäre das nie passiert“

23.09.2011, Von Philip Sandrock — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

20-Jähriger musste sich wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vor dem Amtsgericht Nürtingen verantworten

Zu einem Jahr auf Bewährung mit der Auflage, sich regelmäßig an eine psychologische Fachberatungsstelle zu wenden, verurteilte das Amtsgericht Nürtingen gestern einen 20-Jährigen. Er hatte im Internet mit einer Zehnjährigen Kontakt aufgenommen, sie zu sexuellen Handlungen aufgefordert und ihr Pornobilder geschickt.

NÜRTINGEN. „Mir ist schlecht geworden, als ich die Anklage gehört habe“, sagte der Angeklagte gestern vor dem Jugendschöffengericht, sichtlich entsetzt von den ihm vorgeworfenen Taten. Er sei da in einen Schlamassel geraten. Die Tat könne er sich nicht erklären und er bereue sie zutiefst.

Staatsanwältin Christiane Frömel-Grüsy hatte eine Liste mit Anklagepunkten zusammengetragen, die es in sich hatte: sexueller Missbrauch von Kindern, Verbreitung pornografischer Schriften und Verbreitung von Kinderpornografie in insgesamt zehn Fällen. Alle ereigneten sich innerhalb von drei Wochen im Februar vergangenen Jahres.

Der Täter hat dafür nicht einmal sein Zimmer verlassen. Tatort war das Internet, genauer eine sogenanntes Chat-Portal. Darin können sich Menschen kurze Textnachrichten oder Dateien schicken. In dieser Umgebung, in der man sich Spitznamen gibt und weitgehend unerkannt bleibt, traf der Angeklagte das Opfer, ein zehnjähriges Mädchen. Per Zufallssuche.


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