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Imker haben es schwer

12.12.2014, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

FRICKENHAUSEN (pm). Remigius Binder, Fachberater der Abteilung Landwirtschaft beim Regierungspräsidium Tübingen, stand zahlreichen Anwesenden bei der Monatsversammlung des Imkervereins Nürtingen im Vereinsheim am Lehrbienenstand Rede und Antwort. Außerdem berichtete er über die Lasten, denen Imker oftmals nur mit purer Muskelkraft begegnen könnten.

So müssten zum Beispiel circa 30 Kilogramm schwere Honigräume gehoben und umgestellt werden. „Auch lange Phasen von ungünstigen Arbeitshaltungen während der Kontrolle von Bienenvölkern sind normal“, so Binder. Dass dies durchaus schmerzhafte Konsequenzen nach sich ziehen kann, musste er bereits am eigenen Leib erfahren. Binder erlitt einen Bandscheibenvorfall, was ihn dazu bewegte, sich intensiv mit der Anatomie und Belastbarkeit der menschlichen Wirbelsäule zu beschäftigen: „Die Rückenmuskulatur ist durch ihren Aufbau mit dem Achtfachen des angehobenen Gewichtes belastet“, weiß Binder. So laste ein 40 Kilogramm schwerer Behälter mit 320 Kilogramm auf dem Rücken.

Darum sei es wichtig, als Imker die bekannten Verfahren zum Anheben von schweren Lasten zu beachten: „Eine schwere Last ist auf Bauchhöhe leichter zu heben als aus Bodenhöhe“, gab er zu bedenken. Auch sollten Hilfsmittel wie Kräne, Rollen oder Sackkarren benutzt werden. Sehr wichtig sei es, sich ausgiebig zu entspannen und „vielleicht auch einfach mal nichts zu tun“, schlug Binder vor.

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