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„Ich bin dann mal weg“?

06.05.2016, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gestern haben wir in unserer Kirche das Fest Christi Himmelfahrt gefeiert. „Aus den Augen – aus dem Sinn“, so sagt man’s sprichwörtlich. Ist das so bei Christi Himmelfahrt?

Norbert Graf Pfarrer

Geht Jesus nach dem Motto „Ich bin dann mal weg“ und lässt seine ratlosen Jünger allein zurück?

Im ersten Kapitel der Apostelgeschichte ist die Himmelfahrt beschrieben: „Jesus wurde zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg und sie sahen ihm nach, wie er gen Himmel fuhr.“

Aus den Augen, aus dem Sinn? Es geht ein kleiner Junge nach der Kinderkirche am Sonntag singend nach Hause. Er singt vor sich hin: „Groß ist unser Gott“, da unterbricht ihn ein griesgrämiger Passant: „Du, Kleiner, ich gebe dir einen Euro, wenn du mir sagst, wo Gott wohnt.“ Der Kleine kontert clever: „Und ich gebe dir zwei Euro, wenn du mir sagst, wo Gott nicht wohnt.“

Das Fest Christi Himmelfahrt erklärt für mich das Paradoxon: Gott ist uns trotzdem ganz nahe, auch wenn wir ihn nicht leibhaftig auf Erden sehen können.


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