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Gute Nachbarschaft mit Franzosen

03.06.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Emil Neuscheler, Neckartailfingen. Ohne funktionierende Achse Berlin–Paris ist Europa in der Zeit gigantischer Machtblöcke im Osten und der radikalen Änderung der amerikanischen Außenpolitik auf der Weltbühne ohne Bedeutung. Deshalb war die Wahl in Frankreich so wichtig. Sie ist trotz allem mit dem neuen Präsidenten Macron ein Signal für Europa und die deutsch-französische Freundschaft. Ein Drittel stimmte für Madame Le Pen, die einen Kurs gegen die EU vertritt. Deshalb ist jetzt Brüssel am Zuge um sich mit dem neuen Mann im Elyseepalast zu arrangieren.

Die Probleme in Frankreich sind mannigfaltig. Es ist kein leichtes Erbe, das Macron antrifft. Der Staat hat einige schwierige Baustellen. Die innere Sicherheit leidet unter Personalmangel und moderner Ausrüstung, das Defizit im Außenhandel ist gravierend und die Arbeitslosigkeit besonders bei den Jugendlichen ist erschreckend hoch. Außerdem leidet das Land unter der zweigeteilten Mentalität seiner Bevölkerung, der kühlen Bedachtsamkeit des Nordens gegen den lockeren Flair der Mittelmeerregion. Das erklärt auch die manchmal extremen Stolperbeschlüsse der Politik.

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