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Glaube und Wagnis

31.10.2008, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die Freiheit hat begonnen. Das war der Klang der Reformation. Das Wort Martin Luthers war in Windeseile, wie ein Brand, den der Sturm vor sich herjagt, durch Deutschland und bald darauf auch durch ganz Europa gegangen. Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche hat Luther geschrieben und von der königlichen Freiheit eines Christenmenschen, sodass die Bauern es nicht anders verstehen konnten als so, dass nun die Zeit gekommen sei, das Joch abzuwerfen und gegen die Herren und Unterdrücker aufzustehen.

Noch bis heute spürt man die Erschütterung davon, und die Enttäuschung auch, als die ersten Träume vergingen. Es sei gesagt, dass wir in den letzten Jahrhunderten in unseren beiden Kirchen, der evangelischen und der katholischen, aneinander schuldig geworden sind und noch immer schuldig werden, durch Kleinglauben, Missgunst und Sorge. Aber wenn die Geschichte dieser beiden Kirchen nicht zufällig ist, sondern unter Gottes Händen in vielen Ereignissen ihre Gestalt gewonnen hat und noch immer gewinnt, dann haben wir einander zu dienen als die, die wir je sind: Die katholischen Christen den evangelischen und die evangelischen Christen den katholischen.


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