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Fünf Millionen für Kirchentagsgäste

03.06.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Kirchentag in Stuttgart – aber was bringt’s?“ vom 30. Mai. In dem Artikel wird berichtet, dass Stadt und Land je 2,5 Millionen Euro beisteuern. Das sind also fünf Millionen Euro dafür, dass 100 000 Menschen in der immer noch wunderschönen Stadt Stuttgart bei dem Kirchentag freudig und gemeinsam erfahren können, welche wahre Bedeutung Frieden und ein menschenwürdiges Leben für alle hat und welche Gefahren überall lauern. Eine gute Entscheidung.

Welch ein Unterschied zu dem zur gleichen Zeit stattfindenden G7-Gipfel in Elmau/Bayern: Mehr als 300 Millionen Euro ist es Deutschland „wert“, dass die „normalen“ Menschen mit imposanter Polizeimacht ausgeschlossen werden bei den geheimen Gesprächen über die Neuordnung der Welt. TTIP, CETA und so weiter sind die Geheim-Waffen der G7, um die Menschen auf der Welt noch besser zu beherrschen und die demokratisch gewählten Parlamente zu entmachten. Neo-Liberal heißen die Methoden, mit denen die mühsam erkämpften Sozialstandards in Deutschland, Europa und weltweit immer weiter abgesenkt werden, damit die fünf Prozent Reichen jedes Jahr ihr persönliches Wachstum erzielen, während den Völkern Austerität, also Verarmung, aufgezwungen wird, nicht nur in Griechenland.

Allerdings werden auch die 100 000 Gäste in Stuttgart sehen, dass überall das Geld für wichtige Maßnahmen fehlt, weil viele Milliarden „verbuddelt“ werden bei „Stuttgart 21“: Bisher mindestens sieben Milliarden – für einen sehr kleinen Bahnhof.

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