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"Freude öffnet den Himmel ­ und das Herz"

10.01.2006, Von Jürgen Gerrmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Irith Gabriely und Hans-Joachim Dumeier ließen in Wolfschlugen eine frappierende Nähe zwischen Judentum und Christentum spüren

WOLFSCHLUGEN. Eine kleine Dorfkirche statt (wie am Vorabend) die Berliner Philharmonie? Für Irith Gabriely überhaupt kein Problem. Vorgestern Abend verwandelte die Klarinetten-Virtuosin das Gotteshaus in Wolfschlugen in einen Konzertsaal, der bis zum Himmel reichte – und Organist Hans-Joachim Dumeier verlieh ihren Klängen Rückenwind.

„Church meets Synagogue“: So lautete der Titel des Programms. Ein hoher Anspruch, der auch heute noch (leider) keine Selbstverständlichkeit beschreibt. Wenn man jedoch mit solcher Herzens-Fröhlichkeit an die Dinge herangeht wie diese große Künstlerin, dann fällt es einem wie Schuppen von den Augen, was in Wahrheit möglich ist. „Wir Juden warten darauf, dass der Messias kimmt. Ihr Christen wartet darauf, dass der Messias wiederkimmt. So groß ist der Unterschied nicht“: Der berühmte jüdische Witz blitzt Irith Gabriely nur so aus den Augenwinkeln. Weder Distanz noch Ressentiments haben da noch den Hauch einer Chance.


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