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Farbfilm statt Schwarz-Weiß

27.10.2017, Von Ulrike Rapp-Hirrlinger — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

12. Jahrestreffen der Suchtberatung Nürtingen für Teilnehmer der ambulanten Reha

NÜRTINGEN. Einmal im Jahr lädt die Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtgefährdete und Suchtkranke Nürtingen (PSB) ehemalige und aktuelle Teilnehmer der ambulanten Sucht-Rehabilitation im Landkreis Esslingen zu einem ungezwungenen, aber auch informativen Treffen ein. Rund 60 Frauen und Männer kamen jetzt zum zwölften Jahrestreffen in die Alte Seegrasspinnerei in Nürtingen.

„Suchtprobleme berühren alle Lebensbereiche, sie können das ganze Leben verändern und wenn die Sucht überwunden ist, ist es oft noch ein harter Weg, bis alle Probleme gelöst sind“, sagte Maria Köster-Sommer, die Leiterin der Suchtberatung bei ihrer Begrüßung. Therapeut Gunther Wöllenstein wollte von Vertretern von Selbsthilfegruppen wissen, wie ihr Weg von der Trockenheit zur Abstinenz verlaufen ist und wie sich das Lebensgefühl entwickelt hat.

Für Peter K., der seit vier Jahren abstinent ist, war der Entschluss, dem Alkohol abzuschwören, eine relativ leichte Entscheidung. „Hilfreich war, dass ich rasch einen Platz in der ambulanten Reha bekam.“ Er erkannte aber auch, dass nur den Alkohol wegzulassen das eine ist. Er hat dann bemerkt, dass etwas ganz Neues kommt. Den Effekt beschreibt er so: „Es war wie der Wechsel von einem Schwarz-Weiß- in einen Farbfilm. Aber manches ist in Farbe auch ein bisschen gruseliger.“ Das Gefühl der Freiheit sei die entscheidende Veränderung gewesen.


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