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Ein Solitär in der Frauenchorszene

25.07.2015, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mit einem Konzert in Hochdorf setzte Capriccio, der Frauenchor des Chorverbands Karl Pfaff, ein Zeichen in der Frauenchorszene. Die Martinskirche bot genau den richtigen Rahmen für das Sommerkonzert „Die Nachtigall“, welches mit dem gleichnamigen Märchen von Hans-Christian Andersen die Botschaft vermittelte, was Chormusik ohne technische Unterstützung sein kann. Die Akustik der Kirche wurde zum Partner der Lieder. Das zarteste Piano wie auch ein fulminantes Forte füllten den Kirchenraum mit zeitgenössischer Chormusik. Chorleiterin Dorota Welz verstand es, die Sängerinnen gestaltend durch die moderne Frauenchorliteratur zu führen. Ob es nun Chorsätze von Sylke Zimbel nach Gedichten von Sarah Kirsch oder „Um Mitternacht“ von Peter Suttner waren – diese Literatur ist bei den Sängerinnen beliebt. Begleitet wurde der Chor von Andreas Baumann am Klavier, von Steffen Welz an der Cajon und nicht zuletzt sei erwähnt, dass das von Manfred Tächl vorgetragene Märchen alle in den Bann zog. So war es nur verständlich, dass der Präsident des Chorverbands Udo Goldmann nach der Zugabe eine kurze Dankesrede hielt und Capriccio aufforderte, diesen eingeschlagenen Musikweg nicht zu verlassen. pm

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