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„Die Polizei der Natur vertilgt viel Ungeziefer“

01.12.2017, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ganz besondere Untermieter hatte Eberhard Arndt aus Frickenhausen in seinem Gartenhäuschen. Seit Mai hatte sich dort ein Volk Hornissen eingenistet und ein imposantes Nest gebaut. Morsches Holz, vermengt mit dem Speichel der Tiere ist der Grundstoff für das Baumaterial. „In dieser Zeit war die kleine Hütte nicht begehbar“, sagt Arndt, der die Insekten aber nicht störte. „Es sind ganz liebe Tiere und stehen unter strengstem Naturschutz. Sie sind die Polizei der Natur und fressen viel Ungeziefer“, weiß Arndt. Im letzten halben Jahr wurde er aber auch dreimal gestochen, weil er etwas aus seinem Häuschen brauchte und damit in den Lebensraum der Tiere eingedrungen ist. Das spüre man dann schon, wenngleich ein Hornissenstich bei weitem nicht lebensgefährlich ist, wie manche Legenden orakeln. Ende Oktober haben die Hornissen ihr Nest verlassen und werden auch nicht wiederkommen. Im März nächsten Jahres will Eberhard Arndt das papierartige, filigrane Kunstwerk entfernen, um eventuell Wohnraum für andere Insekten zu schaffen. jh

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